Alma Hasun glänzt in Wien mit Rollen zwischen KI-Drama und Pianisten-Tragödie
Lotta SchulteAlma Hasun glänzt in Wien mit Rollen zwischen KI-Drama und Pianisten-Tragödie
Die Schauspielerin Alma Hasun hat in dieser Spielzeit in Wien mit zwei eindrucksvollen Auftritten überzeugt. Ihre Rollen reichten von einer Tochter, die sich mit künstlicher Intelligenz verstrickt, bis hin zu einer Pianistin, die mit Verlust kämpft. Abseits der Bühne erzählte sie zudem, wie sie von Margot Friedländers Memoiren tief berührt wurde.
Kürzlich stand Hasun in Sophia oder Das Ende der Humanisten auf der Bühne der Wiener Kammerspiele. Bei der 15-Uhr-Matinee spielte sie eine Tochter, die versucht, die erlöschende Liebe ihrer Eltern wiederzubeleben – eine Handlung, die auch eine Liebesaffäre mit künstlicher Intelligenz einwebte. Die Aufführung dauerte zweieinhalb Stunden.
Nur wenige Wochen zuvor war sie in Ganymed Areal im Otto-Wagner-Areal in Penzing zu sehen, Teil des ortsspezifischen Stationentheaters. Die dreistündige Vorstellung drehte sich um eine Pianistin, die die Fähigkeit zu spielen verloren hatte.
Schon vor diesen Rollen hatte sich Hasun mit Werken von Tschechow einen Namen gemacht. Zuletzt stand sie in Onkel Wanja am Theater in der Josefstadt auf der Bühne. Unter Tschechows Er und Sie-Sammlung bezeichnet sie Der dumme Franzose als ihre Lieblingsgeschichte.
Hasuns jüngste Auftritte zeigen ihre Vielseitigkeit in verschiedenen Genres und Inszenierungen. Von experimentellem Theater bis zu klassischen Stücken zieht ihre Arbeit weiterhin die Aufmerksamkeit der Wiener Kulturszene auf sich. Die Schauspielerin lässt sich weiterhin von Literatur inspirieren und nennt Friedländers Memoiren als persönliche Prägung.






