Boris Palmer rechtfertigt erneut sein N-Wort – und spaltet die Öffentlichkeit

Admin User
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Ein Mann in einem weißen Hemd und roter Krawatte steht an einem Podium mit drei Texttafeln, einem Hocker mit Mikrofon und einer sitzenden Menge im Hintergrund, mit einer Flagge und zusätzlichem Text.

Palmer wird weiterhin das 'N-Wort' verwenden - Boris Palmer rechtfertigt erneut sein N-Wort – und spaltet die Öffentlichkeit

Boris Palmer, der parteilose Oberbürgermeister Tübingen, hat seine Verwendung des N-Worts erneut verteidigt – mit dem Vergleich zum "H-Wort" – und argumentiert, dass es keinen Grund gebe, den Begriff aus der Diskussion zu verbannen. Bekannt für seine umstrittene Haltung zu Meinungsfreiheit und politischer Korrektheit, besteht er darauf, dass der Kontext entscheidet, ob das Wort verletzend wirkt. Sein wiederholter Gebrauch des Begriffs hat in den vergangenen Jahren immer wieder Kontroversen und disziplinarische Maßnahmen ausgelöst.

Erstmals geriet Palmer 2021 in die Kritik, nachdem er das N-Wort in einem Facebook-Post über den ehemaligen Fußballspieler Dennis Aogo verwendet hatte. Der Vorfall führte zu Ermittlungen und Sanktionen durch die Grünen, denen er damals noch angehörte. Trotz der Aufregung wurde er 2022 als unabhängiger Kandidat – nach seinem Austritt aus der Partei – wieder zum Oberbürgermeister gewählt.

2023 eskalierte die Diskussion erneut, als er den Begriff während einer Migrationskonferenz nutzte. Dies markierte seinen endgültigen Bruch mit den Grünen, mit denen er sich bereits seit 2020 aufgrund ideologischer Differenzen überworfen hatte. Palmer argumentiert, dass das bloße Aussprechen eines Wortes keine Schuld oder Schädigung bewirke, und lehnt Forderungen nach sprachlicher Zensur aufgrund vermeintlicher Beleidigung ab. Der 1970 geborene Politiker hat sich einen Namen damit gemacht, Tabus infrage zu stellen und was er als überzogene politische Korrektheit kritisiert. Allerdings räumt er ein, dass seine Wortwahl in Debatten – etwa über den Holocaust – mitunter sensibel Themen verharmlost habe. Sein Ansatz passt zu seinem generellen Plädoyer für pragmatische Politik statt dessen, was er als kleinkarierte Ideologie-Diskussionen abtut.

Trotz anhaltender Kritik und disziplinarischer Konsequenzen bleibt Palmer unbeugsam. Seine Argumente kreisen um Kontext und Meinungsfreiheit, doch seine Haltung spaltet weiterhin die öffentliche Meinung. Die Diskussionen über seinen Sprachgebrauch zeigen keine Anzeichen einer Lösung – das Thema bleibt präsenter denn je.