Christian Wulff zerlegt Friedrich Merz: „Regierung ohne Ehrgeiz und klare Linie“

Wulff fordert 'echten Neuanfang' der Bundesregierung - Christian Wulff zerlegt Friedrich Merz: „Regierung ohne Ehrgeiz und klare Linie“
Altbundespräsident Christian Wulff übt scharfe Kritik an Kanzler Friedrich Merz: „Fehlender Ehrgeiz und zögerliche Führung“
In einer Reihe unmissverständlicher Äußerungen hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff die Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für mangelnden Gestaltungswillen und entscheidungsschwache Führung scharf angegriffen. Wulff forderte einen „echten Neuanfang“ und drängte die Bundesregierung zu konsequenterem Handeln in zentralen Zukunftsfragen.
Anlass für Wulffs Kritik war der Amtsantritt der schwarz-roten Koalition unter Merz am 6. Mai 2025. Nach einer verzögerten ersten Wahlrunde war Merz noch am selben Nachmittag zum Kanzler gewählt worden; die Vereidigung der Minister folgte noch am selben Tag. Seither, so Wulff, habe die Regierung es versäumt, mit der nötigen Entschlossenheit auf drängende Herausforderungen zu reagieren.
„Wer am Steuer sitzt, muss auch fahren“, machte Wulff deutlich und betonte, dass Krisen schnelle Lösungen erforderten. Über die Sachpolitik hinaus mahnte er eine bessere Kommunikation an, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen und der Bevölkerung Perspektiven zu bieten. In der Migrationsdebatte warf er der Regierung Kurzsichtigkeit vor: Zu oft würden die wirtschaftlichen Chancen von Fachkräfteeinwanderung und einer vielfältigen Gesellschaft übersehen. Wulff schlug vor, qualifizierten Migranten die Mobilität zu erleichtern – zum Nutzen der deutschen Wirtschaft, aber auch, um ihnen den Wiederaufbau ihrer Herkunftsländer zu ermöglichen. Sein zentraler Appell galt jedoch der Handlungsfähigkeit der Regierung: Sie müsse mehr Kompromisse schließen und diese dann konsequent umsetzen. Ohne klare Linie, warnte Wulff, würden weiterhin Chancen vertan.
Die Äußerungen Wulffs spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit den ersten Monaten der Koalition wider. Seine Forderungen nach schnelleren Entscheidungen, transparenterer Kommunikation und einer progressiveren Migrationspolitik setzen konkrete Maßstäbe. Ob die Regierung darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

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