11 May 2026, 00:10

DGB attackiert Regierungspläne: Sozialabbau trifft Beschäftigte hart

Eine große Gruppe von Menschen protestiert vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Schildständer im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund.

DGB attackiert Regierungspläne: Sozialabbau trifft Beschäftigte hart

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) übt scharfe Kritik an den Reformplänen der Bundesregierung. In einem Entwurf für einen Beschluss wirft die Organisation den Ministern vor, sich in interne Streitigkeiten zu verstricken und bei zentralen Vorhaben die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern zu vernachlässigen.

Der DGB warnt, dass die geplanten Änderungen – von Kürzungen im Gesundheitswesen bis hin zu Rückschritten im Arbeitsrecht – die Beschäftigten unverhältnismäßig belasten würden, während Unternehmen weitgehend verschont blieben.

Besonders unter die Lupe genommen werden die Reformvorschläge von CDU/CSU und SPD. Zu den umstrittensten Maßnahmen zählen die einmalige Prämie von 1.000 Euro sowie der Treibstoffrabatt, die aus Sicht des DGB keine breite öffentliche Unterstützung fanden.

Die Gesundheitsreform steht im Fokus der Kritik. Der Beschlussentwurf verweist auf steigende Zuzahlungen, gekürzte Leistungen und strengere Regelungen bei der Familienversicherung, die für Versicherte eine erhebliche finanzielle Belastung darstellten.

Im Bereich Arbeitsrecht lehnt der DGB jede Abschaffung des Acht-Stunden-Tags, die Streichung von Feiertagen oder eine Schwächung des Kündigungsschutzes und der Ansprüche auf Teilzeitarbeit entschieden ab. Zudem warnt die Gewerkschaft, dass die Einführung einer teilweisen Krankschreibung Beschäftigte dazu zwingen könnte, trotz Krankheit zu arbeiten – ein Phänomen, das als Präsentismus bekannt ist.

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Auch die Rentenreform stößt auf Skepsis. Der DGB warnt vor Kürzungen in der gesetzlichen Rente und lehnt die spargetriebenen Vorschläge der Rentenkommission ab. Der Beschluss betont, dass in der aktuellen Wirtschaftslage vor allem die Beschäftigten die Last tragen müssten – nicht die Arbeitgeber.

Der DGB-Beschluss unterstreicht die wachsende Kluft zwischen Politik und Sozialpartnern. Angesichts steigender Gesundheitskosten, bedrohten Arbeitsplatzschutzes und unsicherer Rentenansprüche sieht die Gewerkschaft die Beschäftigten als Hauptleidtragende der aktuellen Entwicklung.

Das Papier fordert einen Kurswechsel: weg von einer spaltenden Politik, hin zu konsensorientierten Lösungen, die Arbeitgeber und Gewerkschaften gleichermaßen einbeziehen.

Quelle