Widerstand gegen Neonazi-Demo in Dresden - Dresden erwartet angespannte Gedenkveranstaltungen am Wochenende
Dresden bereitet sich auf angespannte Gedenkveranstaltungen am Wochenende vor, während rechtsextreme Gruppen ihren jährlichen Marsch zur Erinnerung an die Zerstörung der Stadt 1945 planen. Ein breites Bündnis von Aktivisten unter dem Motto "Dresden stellt sich quer" hat zu Gegenprotesten aufgerufen, um der Veranstaltung entgegenzutreten. Der Jahrestag ist seit langem ein politischer Zündstoff, bei dem unterschiedliche Deutungen darüber aufeinandertreffen, wie die Bombenangriffe historisch einzuordnen sind.
Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 legten britische und US-amerikanische Bomber Dresden in Schutt und Asche, dabei kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben, und weite Teile der Stadt wurden zerstört. Die Angriffe zählen bis heute zu den umstrittensten Militäroperationen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Jährlich organisieren rechtsextreme Kreise einen sogenannten "Trauermarsch", um der Opfer zu gedenken – Kritiker werfen ihnen jedoch vor, die Geschichte zu verzerren, um Deutschlands Rolle im Krieg zu verharmlosen.
In diesem Jahr haben sich rund 1.000 Teilnehmer für den rechtsextremen Aufmarsch angemeldet. Als Reaktion darauf hat das Bündnis "Dresden stellt sich quer" zu Gegenprotesten mobilisiert und die Bevölkerung aufgerufen, sich am Samstagmorgen an mehreren Treffpunkten in der Stadt zu versammeln. Eine zentrale Kundgebung ist für 11:00 Uhr am Postplatz in der Altstadt geplant.
Politiker betonen, wie wichtig eine historisch korrekte Erinnerungskultur ist, die allen Opfern des Krieges und der NS-Herrschaft gerecht wird. Gleichzeitig wird eine bewährte Tradition der Dresdner Gedenkveranstaltungen fortgesetzt: die menschliche Kette, bei der sich Tausende Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand gegen Extremismus stellen.
Die Jahrestagsveranstaltungen finden vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen zwischen rechtsextremen Demonstranten und Gegenprotestlern statt. Die Behörden haben noch keine offiziellen Teilnehmerzahlen für den extremistischen Aufmarsch veröffentlicht. Im Mittelpunkt der städtischen Gedenkveranstaltungen steht weiterhin eine Erinnerungskultur, die das gesamte Ausmaß des Leidens während des Krieges anerkennt.
5,000 Join Dresden's Human Chain Against Extremism
Authorities have confirmed that 5,000 people formed the human chain around Dresden's Old Town on 13 February 2026 to counter far-right demonstrations. The event, part of the 'Dresden Stands Up' initiative, marked the 81st anniversary of the 1945 Allied bombings. Participants linked hands to reject extremism, with Coventry's mayor joining as a guest. The turnout exceeded earlier estimates and underscored public resistance to historical revisionism.






