29 June 2026, 10:02

Güllner warnt: AfD könnte in Sachsen-Anhalt absolute Mehrheit holen

Güllner: Absolute AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt möglich

Güllner warnt: AfD könnte in Sachsen-Anhalt absolute Mehrheit holen

Umfrageforscher Manfred Güllner warnt vor absoluter Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt

Der Meinungsforscher Manfred Güllner hat davor gewarnt, dass die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September eine absolute Mehrheit erringen könnte. Diese Einschätzung kommt zu einer Zeit, in der die bundesweite Unterstützung für die Partei an eine Obergrenze zu stoßen scheint – während die regionalen Unterschiede weiterhin deutlich ausfallen.

Bundesweit planen derzeit 20 Prozent der Wahlberechtigten, die AfD zu wählen. Weitere 8 Prozent könnten sich vorstellen, der Partei ihre Stimme zu geben. In den westdeutschen Bundesländern wären 24 Prozent dazu bereit, im Osten liegt der Anteil sogar bei 41 Prozent. Dennoch lehnen etwa 60 Prozent der Ostdeutschen die AfD kategorisch ab.

Laut Güllner könnte das Wählerpotenzial der AfD bereits seinen Höhepunkt erreicht haben. Die SPD verfügt demgegenüber über eine mögliche Wählerbasis von 46 Prozent, die Union (CDU/CSU) auf 45 Prozent. Doch Millionen gemäßigter Wähler – ob mit linker oder konservativer Tendenz – fühlen sich von der aktuellen Politik und Führung der etablierten Parteien enttäuscht. Die Schwerpunktsetzung der SPD auf Themen wie Mindestlohn und Bürgergeld habe insbesondere Beschäftigte in stabilen Industriejobs verprellt, heißt es.

Güllner argumentiert, dass eine höhere Wahlbeteiligung dieser gemäßigteren Wähler eine Zweidrittelmehrheit der AfD verhindern könnte. Fast die Hälfte der Deutschen steht der SPD trotz der jüngeren Entwicklungen weiterhin positiv gegenüber.

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Während die AfD in Sachsen-Anhalt weiterhin starke Chancen hat, scheint ihr bundesweiter Aufstieg ins Stocken geraten zu sein. Eine gezielte Mobilisierung der Mitte-Wähler könnte ihren Aufstieg bremsen. Entscheidend wird sein, ob enttäuschte Anhänger zu den traditionellen Parteien zurückkehren.

Quelle