Hertha BSC: 16-Jähriger bricht 39 Jahre alten Rekord im emotionalen Saisonfinale
Lara WagnerHertha BSC: 16-Jähriger bricht 39 Jahre alten Rekord im emotionalen Saisonfinale
Hertha BSC Berlin beendete die Saison mit einem spektakulären 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth. Das Spiel markierte zugleich den Abschied von fünf Spielern, darunter der langjährige Verteidiger Toni Leistner. Doch der Abend gehörte vor allem dem 16-jährigen Kennet Eichhorn, der einen 39 Jahre alten Rekord brach und von seinen Mannschaftskollegen überschwänglich gefeiert wurde.
Das Spiel begann mit einem historischen Moment: Eichhorn eröffnete den Torreigen mit einer cleveren Körperfinte und einem präzisen Schuss aus zehn Metern. Mit seinem Tor wurde er zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga – im Alter von nur 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen. Damit unterbot er den seit 1985 bestehenden Rekord von Gunther Reeg um 52 Tage.
Die Herausforderung für Hertha wuchs in der 32. Minute, als Josip Brekalo mit Rot vom Platz flog. Fast 60 Minuten in Unterzahl, hielt die Mannschaft stand. Eichhorn und Michael Cuisance besiegelten schließlich den Sieg, obwohl Fürth mehrfach gefährlich wurde.
Abseits des Platzes verabschiedete sich der Verein emotional von Toni Leistner, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Fans zeigten Banner und skandierten während des gesamten Spiels seinen Namen. Leistner, der jahrelang für Hertha spielte, soll künftig eine neue Rolle im Verein übernehmen – allerdings nicht mehr als Aktiver.
Eichhorns Zukunft hingegen scheint woanders zu liegen. Mannschaftskollege Fabian Reese nannte ihn scherzhaft den „Finten-König“ und prophezeite ihm den Wechsel auf größere Bühnen. Medienberichten zufolge gibt es bereits Interesse von Top-Klubs, während Herthas finanzielle Probleme seinen Abgang beschleunigen könnten.
Der Sieg setzte einen positiven Schlusspunkt unter eine Übergangsphase für Hertha BSC. Eichhorns rekordträchtige Leistung unterstrich sein enormes Potenzial, während Leistners Abschied das Ende einer Ära markierte. Nun steht dem Klub ein Sommer des Umbruchs bevor – mit wichtigen Abgängen und der Aufgabe, die Mannschaft neu aufzubauen.






