09 June 2026, 00:05

Industrie in Deutschland bricht ein: Aufträge stürzen um 3,8 Prozent ab

Deutschlands Industrieaufträge brechen doppelt so stark ein wie erwartet

Industrie in Deutschland bricht ein: Aufträge stürzen um 3,8 Prozent ab

Deutschlands Industrie erlebt erneuten schweren Einbruch – Aufträge brechen um 3,8 Prozent ein

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Orderlage in der deutschen Industrie ist im April abermals stark eingebrochen: Die Bestellungen gingen um 3,8 Prozent zurück – ein Rückgang, der die Befürchtungen über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes weiter verschärft. Wirtschaftsführer und Ökonomen warnen nun vor einer weiteren Schrumpfung in den kommenden Monaten.

Der Einbruch bei den Industrieaufträgen übertraf die Prognosen, die lediglich von einem Rückgang um 2 Prozent ausgegangen waren. Besonders dramatisch entwickelte sich die Auslandsnachfrage, die um 4,2 Prozent einbrach; innerhalb des Euroraums stürzten die Bestellungen sogar um 11,1 Prozent ab. Auch die Inlandsaufträge schwächten sich ab und sanken um 2,9 Prozent.

Mehrere Schlüsselbranchen verzeichneten deutliche Verluste. Die Maschinenbauer mussten im April im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang von 7,4 Prozent hinnehmen. Noch stärker betroffen waren die Hersteller von Elektroausrüstungen, deren Aufträge um 16,3 Prozent einbrachen. Die Automobilindustrie, eine Säule der deutschen Wirtschaft, verbuchte ein Minus von 5,3 Prozent bei den Neugeschäften.

Die anhaltende Flaute hinterlässt tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2019 hat Deutschland 300.000 Industriearbeitsplätze verloren, während das Wirtschaftswachstum zum Erliegen gekommen ist. Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, sprach von einer „katastrophalen“ Stimmung unter den Mitgliedsunternehmen. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, rechnet nun damit, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal erneut schrumpfen wird.

Die jüngsten Zahlen unterstreichen die anhaltenden Probleme der deutschen Industrie. Angesichts rückläufiger Aufträge in zahlreichen Sektoren und nachlassender Auslandsnachfrage bleibt die Perspektive düster. Ökonomen und Branchenvertreter stellen sich auf weitere Arbeitsplatzverluste und eine konjunkturelle Abkühlung in naher Zukunft ein.

Quelle