08 May 2026, 14:07

Krisenbonus von 1.000 Euro entzweit Regierung und Bundesländer

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit Porträt eines Mannes auf schwarzem Hintergrund.

Krisenbonus von 1.000 Euro entzweit Regierung und Bundesländer

Ein vorgeschlagener Krisenbonus von 1.000 Euro für Beschäftigte hat einen Streit zwischen der Bundesregierung und den Ländern ausgelöst. Die Maßnahme, die die finanziellen Belastungen durch den Krieg im Iran abfedern soll, stößt bei den Regierungschefs der Bundesländer auf massive Kritik. Viele Länder halten den Plan für ungerecht und werfen der Bundesregierung vor, sie mit zu hohen Kosten zu belasten.

Die von SPD, Grünen und FDP getragene Ampelkoalition hatte den Krisenbonus zusammen mit einem Spritrabatt auf den Weg gebracht, um die Bürger zu entlasten. Dem Konzept zufolge könnten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bis Juni 2027 eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen. Die Länder waren jedoch trotz ihrer erwarteten hohen Kostenbeteiligung in Höhe von 2,8 Milliarden Euro nicht frühzeitig in die Planung einbezogen worden.

Die Mehrheit der Bundesländer lehnte den Vorschlag ab. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bezeichnete den Bonus als ungerecht, da er nur wenigen Beschäftigten zugutekomme. Stattdessen forderte sie die Bundesregierung auf, sich auf Steuerentlastungen für Gering- und Mittelverdiener zu konzentrieren.

Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, kritisierte die Bundesregierung dafür, Gesetze mit unzureichender Anfangsfinanzierung zu beschließen. Er warnte, dass Länder und Kommunen später die laufenden Kosten tragen müssten. Zudem lehnte die Bundesregierung Forderungen ab, die Gemeinden für ihre Mindereinnahmen in Höhe von 700 Millionen Euro zu entschädigen.

Angesichts des wachsenden Widerstands könnte die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss anrufen. Dieser Schritt zielt darauf ab, mit den Ländern einen Kompromiss zu finden, bevor der Krisenbonus weiterverfolgt werden kann. Der Bonus bleibt vorerst blockiert, da sich die Länder weigern, die Kosten zu übernehmen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte die Maßnahme vollständig fallen.

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Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen darüber, wie Entlastungspakete in Deutschland finanziert werden.

Quelle