Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur

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Ein Expo-Stand zeigt verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und eine Fahne sowie links einen Globus, rechts eine Ankündigungstafel mit Menschen und im Hintergrund viele Tische und Stühle.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Sport, Kultur und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region tiefe Spuren.

Unter ihnen befanden sich ein ehemaliger Ministerpräsident, ein langjähriger Justizminister sowie bedeutende Persönlichkeiten aus dem Fußball, der Karnevalstradition und der Behindertenrechtsbewegung.

Bernhard Vogel, eine der prägendsten Figuren der deutschen Politik, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident, bevor er später in Thüringen amtierte. Seine politische Laufbahn prägte die Landespolitik über Jahrzehnte.

Herbert Mertin, ehemaliger Justizminister des Landes und FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Von 2016 bis 2022 leitete er das Ressort und verantwortete Justizreformen sowie die Gerichtsverwaltung. Im Sport verlor der 1. FSV Mainz 05 zwei prägende Persönlichkeiten. Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des Vereins, kam bei einem Verkehrsunfall im Alter von 52 Jahren ums Leben. Sigurd Spielmann, seit 70 Jahren Ehrenmitglied des Teams, starb im September 2025 mit 90 Jahren.

Auch die Mainzer Karnevalsszene trauert um zwei ihrer wichtigsten Vertreter. Dieter Wenger, langjähriger Chef-Wagenbauer des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), verstarb mit 84 Jahren. Über 60 Jahre gestaltete er die ikonischen Rosenmontagsumzugswagen. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Garden-Balletts, starb mit 85 Jahren nach Jahrzehnten, in denen sie die Karnevalstraditionen der Stadt prägte.

Marita Boos-Waidosch, Mainzer Behindertenbeauftragte von 1993 bis 2018, verstarb nach 25 Jahren im Amt. In dieser Zeit setzte sie sich unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion in der Stadt ein. Im Gesundheitsbereich verlor die Hämatologie- und Onkologie-Praxis Dr. Thomas Flohr, einen engagierten Onkologen, der mit 57 Jahren starb. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten durch moderne Therapien Hoffnung.

Die Kultur- und Kunstszene trauert um Ulf Glasenhardt, Koordinator bei Schon Schön, der unerwartet verstarb, nachdem er 2022 zum Team gestoßen war. Ebenfalls verstorben ist Barbara Rupp, langjährige Vorsitzende des Fördervereins des Mainzer Unterhaus. Von 1983 bis 2008 lenkte sie die Geschicke der Einrichtung. Ekkehardt Gahntz, erfahrener ZDF-Nachrichtenjournalist, starb mit 79 Jahren. Über 25 Jahre lang prägte er maßgeblich die Nachrichtenformate des Senders.

Die Todesfälle markieren das Ende einer Ära für viele Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und Mainz. Ihr Engagement in Politik, Gesundheitswesen, Sport und Kultur hat unzählige Menschen in der Region geprägt. In den kommenden Wochen werden Gedenkveranstaltungen und Würdigungen ihr Andenken ehren.