Porsche plant radikale Produktionsverlagerung des Cayenne nach Leipzig
Emma GüntherPorsche plant radikale Produktionsverlagerung des Cayenne nach Leipzig
Porsche steht vor einem schwierigen Jahr: Die Gewinne sinken, und die Absatzzahlen in wichtigen Märkten wie China und den USA schwächeln. Um die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, erwägt das Unternehmen nun eine grundlegende Änderung seiner Produktionsstrategie.
Laut Berichten könnte Porsche die Produktion des Cayenne von Bratislava nach Leipzig verlegen. Betroffen wären alle aktuellen Versionen des SUV – Modelle mit Verbrennungsmotor, Hybridantrieb sowie die neue rein elektrische Variante. Ein solcher Schritt wäre ein herber Rückschlag für das Werk in Bratislava, das seit Langem auf die Fertigung großer, komplexer Fahrzeuge für die Volkswagen-Gruppe spezialisiert ist.
Ein Umzug der Produktion wäre jedoch kein einfaches Unterfangen. Anpassungen in der Karosserieherstellung, der Logistik und anderen Bereichen würden Zeit und Aufwand erfordern. Zudem wäre die Verlegung nur möglich, wenn sich die Belegschaft in Leipzig auf weitreichende Kostensenkungsmaßnahmen einigt.
In Leipzig werden bereits der Macan und der Panamera gefertigt. Die Aufnahme des Cayenne würde es dem Werk ermöglichen, seine flexiblen Produktionslinien effizienter zu nutzen. Gleichzeitig würde die Abhängigkeit vom Erfolg des elektrischen Macan verringert. Selbst wenn der Cayenne abwandert, könnte Bratislava künftig noch andere Modelle der Volkswagen-Gruppe erhalten.
Die mögliche Verlegung ist Teil von Porsches Bestrebungen, die Kapazitäten optimal auszunutzen und die Kosten zu drücken. Sollte der Plan genehmigt werden, hätte dies weitreichende Folgen für beide Standorte. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die Leipziger Belegschaft den vorgeschlagenen Sparmaßnahmen zustimmt.
