Porsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – doch Lohnkürzungen drohen
Lotta SchultePorsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – doch Lohnkürzungen drohen
Porsche arbeitet daran, die langfristige Produktion am Standort Leipzig zu sichern. Der Sportwagenhersteller plant, die Fertigung des Cayenne von Bratislava in das sächsische Werk zu verlagern. Dies erfolgt vor dem Hintergrund von Überkapazitäten in Deutschland, wo die Standorte Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig derzeit nicht ausgelastet sind.
Von der Verlegung betroffen sind alle drei Antriebsvarianten des Cayenne. Kurzfristig wird der Standort Leipzig jedoch mit Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Modelle zu kämpfen haben. Um dies zu bewältigen, strebt Porsche eine Senkung der Löhne an – doch dafür ist die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter erforderlich. Aktuell laufen Gespräche mit den Mitarbeitergremien, auch wenn das Unternehmen den Vorschlag offiziell noch nicht kommentiert hat.
Vorstandschef Oliver Blume will im Oktober ein umfassendes Umstrukturierungskonzept vorstellen, das auch Stellenstreichungen und weitere Kostensenkungsmaßnahmen umfasst. Bis August rechnet Porsche damit, rund 200 Stellen über freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Zudem könnten bis zu 400 Beschäftigte vorübergehend ins Volkswagen-Werk Wolfsburg wechseln.
Ziel der Veränderungen ist es, die Effizienz zu steigern und eine stabile Produktion in Leipzig zu gewährleisten. Lohnkürzungen und Anpassungen bei den Arbeitsplätzen sind Teil der Strategie, um die aktuellen Überkapazitäten zu bewältigen. Die vollständigen Details der Umstrukturierung werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
