Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Lara WagnerProteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung gegen die Gladiator Fight Academy statt. Die lokale antifaschistische Gruppe Daumen runter hatte die Demonstration organisiert und forderte die Schließung des Fitnessstudios. Die Teilnehmer skandierten Parolen gegen rechtsextreme Einflüsse in ihren Stadtteilen.
Im Mittelpunkt der Proteste stand die Gladiator Fight Academy, die von Kritikern als Treffpunkt für die Anwerbung von Rechtsextremen bezeichnet wird. Zum Team des Studios gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Eine weitere zentrale Figur ist Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden.
Auslöser für die Empörung war die Premiere der Gladiator Fight Series des Studios in Teutschenthal. Unter den Gästen waren Paul Backmund, ein AfD-Kandidat für die anstehende Landtagswahl, sowie Fabian Jank, AfD-Abgeordneter im brandenburgischen Landtag. Auch Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Jugendtrainer im Studio, trat bei dem Event an.
Die Demonstranten warfen dem Studio vor, extremistische Verbindungen zu fördern. Mit Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ forderten sie rechtsextreme Akteure auf, die Gegend zu verlassen. Die Kundgebung unterstrich die Bedenken hinsichtlich der mutmaßlichen Verknüpfungen des Studios mit rechtsextremen Netzwerken. Die Teilnehmer machten deutlich, dass sie die Schließung der Gladiator Fight Academy fordern. Die Anwesenheit von AfD-Politikern und Personen mit bekannten Extremismusbezügen bei der Veranstaltung hat die kritische Prüfung des Studios weiter verschärft.






