07 May 2026, 22:03

Rheinmetall hält an ehrgeizigen Zielen fest – trotz schwächerer Quartalszahlen

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Rheinmetall hält an ehrgeizigen Zielen fest – trotz schwächerer Quartalszahlen

Rheinmetall hat seine ehrgeizigen Finanzziele für 2026 bestätigt und strebt Umsätze zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa 19 Prozent an. Der Rüstungskonzern verzeichnete zwar im ersten Quartal ein stetiges Wachstum, die Zahlen blieben jedoch hinter den Markterwartungen zurück.

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Trotzdem treibt das Unternehmen seine expansiven Pläne voran, darunter neue Partnerschaften in der Raketenproduktion und mögliche Werftübernahmen.

In den ersten drei Monaten des Jahres erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit lag das Ergebnis jedoch 330 Millionen Euro unter den Prognosen der Analysten. Der operative Gewinn stieg um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte aber ebenfalls die Erwartungen um 38 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand des Konzerns ist um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro angewachsen, wobei erstmals auch Marinesysteme enthalten sind. Rheinmetall rechnet mit einer Fortsetzung dieses Trends und erwartet, dass Großaufträge im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge im zweiten Quartal für eine stärkere Performance sorgen werden.

Die Expansion bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Die Gruppe verhandelt mit Raytheon und Lockheed Martin über Kooperationen in der Raketenfertigung, wie Vorstandschef Armin Papperger erklärte. Allerdings verlaufen die Gespräche mit Lockheed Martin langsamer als erhofft. Zudem plant Rheinmetall, ab Ende 2026 oder Anfang 2027 gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus Marsflugkörper zu produzieren.

Auch außerhalb Europas ist Rheinmetall aktiv: Mit mehreren Ländern im Nahen Osten werden Lieferverträge für bis zu zehn Luftabwehrsysteme im Jahr 2025 verhandelt. Darüber hinaus hat das Unternehmen ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft die Übernahme eines Teils der rumänischen Werft Mangalia.

Die langfristigen Finanzziele von Rheinmetall bleiben unverändert, mit klarem Fokus auf Wachstum in den Bereichen Verteidigung und Marinesysteme. Der wachsende Auftragsbestand und strategische Partnerschaften deuten auf eine fortschreitende Entwicklung hin – auch wenn einige Verhandlungen langsamer vorankommen als geplant. Zukünftige Großaufträge und mögliche Übernahmen könnten die Marktposition des Konzerns in den kommenden Jahren weiter stärken.

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