Ruth Wagner – eine prägende FDP-Politikerin Hessens ist tot

Ehemalige hessische FDP-Vorsitzende Ruth Wagner verstorben - Ruth Wagner – eine prägende FDP-Politikerin Hessens ist tot
Ruth Wagner, eine prägende Persönlichkeit der hessischen Freien Demokratischen Partei (FDP), ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Geboren 1940 in Wolfskehlen im südhessischen Ried, begann sie ihre Laufbahn nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Darmstadt als Gymnasiallehrerin. Über fast drei Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer der einflussreichsten Politikerinnen des Landes.
Wagner trat früh in ihrer politischen Karriere der FDP bei und stieg schnell in der Parteihierarchie auf. In den 1990er-Jahren knüpfte sie enge Arbeitsbeziehungen zu Ministerpräsident Hans Eichel, unterstützte dessen Regierung und engagierte sich im Wahlkampf für die Landtagswahl 1999. Ihre Führungsrolle festigte die Position der FDP in der bürgerlich-konservativen Koalition Hessens.
1999 wurde sie zur hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst berufen – ein Amt, das sie bis 2003 innehatte. In dieser Zeit wirkte sie zudem als stellvertretende Ministerpräsidentin und prägte die Bildungspolitik sowie die Forschungsförderung des Landes. Trotz ihrer Treue zum FDP-Bündnis mit der CDU bezog sie im Zuge der Schwarzgeld-Affäre klar Position und stellte sich hinter den damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch. Als die CDU 2003 die absolute Mehrheit errang, lehnte Wagner Kochs Angebot ab, weiter in der Regierung mitzuwirken, und zog sich aus der vorderen politischen Reihe zurück.
Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt blieb Wagner der Öffentlichkeit verbunden. Sie engagierte sich ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen und beeinflusste weiterhin die politische Landschaft Hessens. Für ihr jahrzehntelanges Wirken wurde sie 2006 mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, 2010 folgte die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille.
Mit Ruth Wagners Tod endet eine Ära für die hessische FDP. Ihr Lebenswerk umfasste Bildungspolitik, Regierungsverantwortung und langjähriges parteipolitisches Engagement. Sie hinterlässt ein Erbe politischer Standhaftigkeit und öffentlicher Verantwortung, das Hessens Landesgeschichte geprägt hat.

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