Sachsens Pilotprojekt beschleunigt freiwillige Rückkehre – 1.509 Fälle bis November

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Schuster: Mehr freiwillige Rückkehren durch Rückkehrzentrum - Sachsens Pilotprojekt beschleunigt freiwillige Rückkehre – 1.509 Fälle bis November

Sachsens Landesabreisezentrum (LAZ) verzeichnet starke Zunahme freiwilliger Ausreisen

Seit seiner Eröffnung im Juni registriert das Landesabreisezentrum (LAZ) in Sachsen einen deutlichen Anstieg freiwilliger Rückkehre. Die Einrichtung ist Teil eines Pilotprojekts der CDU-SPD-Koalition und unterstützt Menschen, die Deutschland verlassen müssen, aber keinen rechtlichen Hindernissen für eine Abschiebung unterliegen. Bis Ende November wurden in der Region 1.509 bestätigte freiwillige Rückkehre verzeichnet – rund 560 mehr als im gesamten Jahr 2023.

Das LAZ soll den Rückkehreprozess für Ausreisepflichtige beschleunigen und vereinfachen. Die Bewohner müssen strenge Auflagen erfüllen, darunter regelmäßige Anwesenheitskontrollen und intensive Beratung zu Möglichkeiten der freiwilligen Ausreise.

Mitte Dezember lebten 83 Männer in der Einrichtung. Seit der Eröffnung im Juni wurden insgesamt 122 Personen dort untergebracht. Von ihnen wurden 13 abgeschoben oder in ein anderes Land überstellt, während sich 10 für eine freiwillige Rückkehr entschieden. Die Wirkung des Projekts ist bereits spürbar: Die Zahl der freiwilligen Rückkehre in Sachsen stieg deutlich an und erreichte bis Ende November 1.509 bestätigte Fälle – weit mehr als im Vorjahr.

Das LAZ wird weiterhin unter der Leitung der Sächsischen Staatsdirektion betrieben und setzt auf freiwillige Rückkehr statt auf Zwangsabschiebungen. Mit 122 bearbeiteten Fällen scheint der Ansatz der Einrichtung die Ausreisequoten zu beeinflussen. Die Behörden werden voraussichtlich die langfristigen Auswirkungen auf das Migrationsmanagement in der Region beobachten.