Strack-Zimmermann attackiert SPD-Chef wegen Russland-Politik und Verteidigungslücken
Marie SchneiderStrack-Zimmermann attackiert SPD-Chef wegen Russland-Politik und Verteidigungslücken
Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat SPD-Chef Rolf Mützenich in der deutschen Sicherheitspolitik scharf angegriffen. Sie warf der Partei vor, Russland nicht als ernsthafte Bedrohung zu erkennen. Gleichzeitig kritisierte sie Verzögerungen bei der Modernisierung der Landesverteidigung.
Strack-Zimmermann zufolge habe die SPD unter Mützenichs Führung wiederholt Warnungen vor Russland ignoriert. Als Beleg führte sie die Haltung der Partei zum Bau der Pipeline Nord Stream 2 an – ein Zeichen mangelnder strategischer Weitsicht. Politische Fehleinschätzungen und außenpolitische Naivität hätten die Sicherheit Deutschlands geschwächt, so die Abgeordnete.
Konkrete Versäumnisse nannte sie etwa bei der Beschaffung bewaffneter Drohnen und der Erfüllung des NATO-Ziels, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Zudem kritisierte Strack-Zimmermann die zögerliche Neubewertung des russischen Regimes: Jahre der Untätigkeit hätten Deutschland verwundbar gemacht.
Ihre Äußerungen erfolgten als Reaktion auf Mützenichs Forderung nach Abrüstungsgesprächen mit Russland. Einen solchen Vorschlag bezeichnete sie als realitätsfern und forderte stattdessen Selbstkritik von jenen, die die Risiken lange kleingeredet hätten.
Der Streit verdeutlicht die tiefen Gräben in der deutschen Debatte über Verteidigung und Außenpolitik. Strack-Zimmermanns Kritik zielt auf verpasste Chancen, Sicherheitslücken zu schließen – und signalisiert Druck für dringende Reformen im Umgang mit externen Bedrohungen.






