Tempolimit 50 auf Landstraße: Rettung für Feuersalamander und Co.
Tempo 50 auf Landstraße in Niedersachsen: Schutz für bedrohte Amphibien
Auf einer wichtigen Landstraße in Niedersachsen wird bald ein Tempolimit von 50 km/h eingeführt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll bedrohte Amphibien wie den Feuersalamander während ihrer kritischen Fortpflanzungs- und Wanderzeiten schützen. Die Maßnahme folgt auf Besorgnis über rückläufige Bestände im Elm-Waldgebiet.
Das Tempolimit gilt von Mitte Mai bis Ende September auf der L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein. Dieser Abschnitt durchquert den Elm, eines der wichtigsten Amphibienwandergebiete im Landkreis Wolfenbüttel. Langsamerer Verkehr soll die Zahl der Verkehrstoten verringern und die schädlichen Druckwellen schneller Fahrzeuge mindern – diese können für die kleinen Tiere tödlich enden.
Der Feuersalamander, an seinen auffälligen schwarz-gelben Zeichnungen leicht zu erkennen, steht besonders im Fokus des Artenschutzes. Seine Paarungszeit dauert von Anfang März bis Mai, die Larven entwickeln sich bis September. Die Population hier ist landesweit von Bedeutung, doch sie ist durch Straßenverkehr, Lebensraumverlust und den tödlichen Salamanderpilz bedroht.
Auch andere geschützte Arten wie der Kammmolch und der Springfrosch profitieren von der Geschwindigkeitsreduzierung. Die Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel kündigte die Regelung an und betonte, wie wichtig der Schutz dieser Tiere in ihren verletzlichsten Monaten sei. Die Behörden weisen darauf hin, Feuersalamander nicht anzufassen, da ihre Haut ein starkes Gift absondert.
Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt von den Ortsrändern Erkerodes bis zu den Teichen bei Tetzelstein. Sie zielt auf die Zeit ab, in der Amphibien besonders aktiv und gefährdet sind. Durch die Verlangsamung des Verkehrs hoffen die Verantwortlichen, die Todesfälle zu verringern und das Überleben dieser bedrohten Arten im Elm zu sichern.






