Thüringen will mit 15-Jahres-Plan seine Hochschulen zu Magneten für junge Talente machen

Teichert: Universit├Ąten brechen Abw├Ąrtstrend bei Studentenzahlen - Thüringen will mit 15-Jahres-Plan seine Hochschulen zu Magneten für junge Talente machen
Thüringen entwickelt einen langfristigen Plan für seine Hochschulen, um mehr junge Menschen in das Bundesland zu locken. Die Verantwortlichen wollen die Einrichtungen zu "Magneten" ausbauen – durch starke Studienangebote und bessere Berufsperspektiven. Die Landesregierung hat zudem eine Erhöhung der Hochschulförderung um 3,5 Prozent angekündigt, sodass die staatliche Unterstützung nun bei rund 600 Millionen Euro liegt.
Derzeit wird ein neues Rahmenabkommen zur Hochschulförderung verhandelt, das trotz finanzieller Engpässe Stabilität gewährleisten soll. Zwar bleiben die Haushalte angespannt, doch es sollen keine Universitätsgebäude abgerissen und keine Studiengänge kurzfristig gestrichen werden. Stattdessen setzt die Regierung auf eine 15-Jahres-Strategie mit Blick auf 2035 oder 2040, um die Zukunft der Hochschullandschaft zu gestalten.
Die Studierendenzahlen halten sich stabil oder steigen leicht, für das Wintersemester wird ein weiterer Anstieg erwartet. Um die Chancen für Absolventen zu verbessern, wurde das Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk StarTH ins Leben gerufen. Es vernetzt Gründungszentren an acht Hochschulen – darunter die TU Ilmenau, die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Bauhaus-Universität Weimar – und begleitet Studierende von der Idee bis zur Unternehmensgründung. Das vom Bildungsministerium geförderte Projekt soll die Start-up-Kultur im Land stärken.
Die Linke kritisiert die geplante Haushaltsaufstockung für 2027 als unzureichend. Staatssekretär Steffen Teichert hingegen bezeichnete die aktuelle Phase als "Wendepunkt" für Thüringens Hochschulen und betonte, dass sowohl finanzielle als auch strategische Weichenstellungen nötig seien.
Mit der Mittelaufstockung und der langfristigen Ausrichtung will das Land seine Hochschulen als zentrale Faktoren für die Bindung junger Menschen sichern. Bei stabilen Studierendenzahlen und neuen Unterstützungsnetzwerken positioniert sich Thüringen, um die Hochschullandschaft in den kommenden Jahrzehnten zu stärken. Die Herausforderung bleibt, begrenzte Ressourcen mit ehrgeizigen Wachstumsplänen in Einklang zu bringen.

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