Tiger in Pattaya: Sanfte Raubkatzen mit dunklem Geheimnis hinter den Kulissen
Lara WagnerTiger in Pattaya: Sanfte Raubkatzen mit dunklem Geheimnis hinter den Kulissen
Ein tiefer, dröhnender Brüll hallt durch den Tiger Park in Pattaya, wo Touristen sich mit ungewöhnlich sanft wirkenden Raubkatzen fotografieren lassen. Doch hinter den Kulissen werfen Tierschützer dem Park schwere Misshandlungen vor: Die Tiger würden brutal abgerichtet und für Profitzwecke ausgebeutet – ohne jeden echten Beitrag zum Artenschutz.
Thailands Population wild lebender Tiger hat sich in den letzten Jahren langsam erholt; Schätzungen zufolge leben mittlerweile etwa 200 Tiere in geschützten Gebieten wie dem Western Forest Complex. In Gefangenschaft sieht die Lage jedoch völlig anders aus. Tierschützer berichten, dass ständig Jungtiere nachgezüchtet werden, um die Nachfrage nach Touristenattraktionen zu decken, während ältere Tiger harter Dressur unterzogen werden – oft mit Metallstangen geschlagen, bis sie gehorchen.
Die unnatürliche Gelassenheit der Tiere gegenüber Fremden weckt Misstrauen. Viele fürchten, dass Tiger, die für Selfies oder Shows zu alt werden, in den illegalen Handel mit Tigerprodukten geraten könnten. Trotz strenger Artenschutzgesetze ermöglichen lasche Kontrollen und Korruption, dass diese Praktiken weitergehen.
Unterdessen wenden sich immer mehr Besucher – besonders aus Europa – von solchen Attraktionen ab. Die wachsende Sorge um Tierquälerei hat das Interesse an Elefantenritten, Tigerfotos und anderen Wildtier-Interaktionen sinken lassen, die einst als harmlose Unterhaltung galten.
Der Kontrast zwischen den sich erholenden wilden Tigern Thailands und dem Schicksal der Tiere in Gefangenschaft könnte nicht größer sein. Während die Schutzbemühungen in den Wäldern Fortschritte zeigen, geraten Parks wie der in Pattaya zunehmend wegen ihres Umgangs mit den Tieren in die Kritik. Ohne strengere Kontrollen bleibt die Zukunft vieler Tiger in Gefangenschaft ungewiss.






