03 May 2026, 10:02

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und die Spannungen wachsen weiter

Logo der NATO-Joint-Jet-Pilot-Ausbildung mit einem blauen Kreis mit einem weißen Stern, umgeben von vier farbigen Flaggen und der weißen Beschriftung 'NATO Joint Jet'.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und die Spannungen wachsen weiter

Die USA haben angekündigt, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Washington und Berlin in Fragen der Verteidigungspolitik und internationaler Konflikte. Deutsche Regierungsvertreter reagierten mit einer Mischung aus Akzeptanz und Kritik.

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Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die USA kürzlich für ihr Vorgehen im Iran-Konflikt scharf kritisiert. Washington fehle eine klare „Exit-Strategie“ im Umgang mit Teheran, monierte er. US-Präsident Donald Trump warf Merz daraufhin vor, er ermöglicht es dem Iran, möglicherweise Atomwaffen zu entwickeln. Gleichzeitig forderte Trump den Kanzler auf, sich stattdessen auf die Beilegung des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs zu konzentrieren.

Die Entscheidung der USA, ihre militärische Präsenz in Deutschland zu verringern, folgt auf Jahrzehnte, in denen rund 38.000 amerikanische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland stationiert waren – darunter wichtige Kommandostäbe wie das US-European Command und das US-Africa Command. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Abzug als erwartet und betonte, dass die Stationierung US-amerikanischer Truppen in Europa weiterhin den Interessen beider Nationen diene.

Unterdessen treibt Deutschland seine eigene militärische Aufrüstung voran. Geplant ist, die Bundeswehr von derzeit 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern. Kritiker halten diesen Ausbau jedoch für unzureichend, um künftigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.

Der Abzug der US-Truppen soll innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Deutschland wird seine Verteidigungsstrategie weiter anpassen müssen – zwischen innerer Aufrüstung und sich wandelnden internationalen Bündnissen. Der Truppenabzug markiert eine spürbare Veränderung in der transatlantischen militärischen Zusammenarbeit.

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