Ver.di-Chef Werneke warnt vor Sozialkürzungen und fordert Kaufkraftstärkung
Emma GüntherVer.di-Chef Werneke warnt vor Sozialkürzungen und fordert Kaufkraftstärkung
Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat nach einem Treffen mit den Spitzen der Koalition und den Sozialpartnern seine Forderungen bekräftigt. Er warnte vor Kürzungen im Sozialsystem und bezeichnete diese als schädlich für die Gesellschaft.
Werneke lobte die Gespräche im Kanzleramt. Er betonte eine positive Atmosphäre und erklärte, die Koalitionsspitzen hätten mit großer Aufmerksamkeit und echtem Interesse zugehört.
Er machte deutlich, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften in Fragen der Sozialversicherung und der Arbeitsmarktpolitik weiterhin unterschiedliche Positionen vertreten. Der Gewerkschaftschef unterstrich zudem, dass Ver.di keine Schattenregierung sei, aber weiterhin ihre Argumente vorbringen werde – bei gleichzeitiger Dialogbereitschaft.
Werneke forderte Reformen, die das Wirtschaftswachstum durch eine Stärkung der Kaufkraft ankurbeln. Er stellte klar, dass die Gewerkschaft nun die Beschlüsse der Koalition prüfen und eigene Schlussfolgerungen ziehen werde. Die letzte Verantwortung für Entscheidungen liege jedoch bei der Koalition selbst.
Ver.di bleibt in der Verteidigung der sozialen Sicherungssysteme unnachgiebig. Wernekes Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Differenzen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Nun liegt es an der Koalition, ihre politischen Weichenstellungen vorzunehmen.






