Warum dieser Fußballfan die WM 2022 konsequent boykottiert
Ein Fußballfan hat seine Entscheidung bekräftigt, die FIFA-Weltmeisterschaft 2022 zu boykottieren. Der Entschluss resultiert aus Bedenken wegen der hohen Kosten, der zunehmenden Kommerzialisierung und ethischer Probleme im Zusammenhang mit dem Turnier.
Der Fan hatte sich bereits früher für den Boykott entschieden, nachdem er die Praktiken der FIFA kritisiert hatte. Dazu gehörten horrender Ticketpreise, zusätzliche Werbeblöcke, die als „Trinkpausen“ getarnt wurden, sowie die umstrittenen „Friedenspreis“-Gesten des Verbandes. Um seiner Haltung Nachdruck zu verleihen, verließ er sogar eine öffentliche Übertragung des letzten Gruppenspiels der deutschen Mannschaft vor dessen Beginn.
Obwohl er sonst täglich Spielergebnisse und Highlights verfolgt, meidet er nun sämtliche Inhalte zur WM. Der Fan gibt zu, dass ihm dies schwerfällt, doch er ist überzeugt, dass das Zuschauen ihn zu einem Mitläufer der Probleme machen würde, die er ablehnt. Ein Kollege, Peter Unfried, hatte zuvor argumentiert, dass Boykotte ohne echten Einfluss oft nur symbolische Gesten seien.
Unterdessen stieg der Preis für die Dauerkarte des Fans für BSG Chemie Leipzig auf etwa 200 Euro für die nächste Saison. Zudem stellt er die Behauptung von FIFA-Präsident Gianni Infantino infrage, wonach die Ticket-Einnahmen dem Fußball zugutekämen. Stattdessen betont er, dass der Glanz des Turniers oft jenen nütze, die mit Ausgrenzung und Unterdrückung in Verbindung stünden.
Trotz der Herausforderungen, dem Fußball während der WM aus dem Weg zu gehen, hält der Fan an seinem Boykott fest. Er bleibt kompromisslos in seiner Ablehnung der FIFA-Politik und der Organisation der Weltmeisterschaft. Sein Protest spiegelt die breitere Kritik an der kommerziellen und ethischen Ausrichtung des Turniers wider.
