11 April 2026, 00:06

Wie norwegische Haushalte mit Smart Metern bis zu 7 Prozent Stromkosten sparen

Eine Liniengrafik, die den durchschnittlichen Kostenpreis pro Kilowattstunde elektrischer Energie im Bundesstaat im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie norwegische Haushalte mit Smart Metern bis zu 7 Prozent Stromkosten sparen

Norwegische Haushalte passen sich zunehmend den schwankenden Strompreisen an – manche konnten ihre Kosten innerhalb eines Monats um fast 7 Prozent senken. Die weit verbreitete Nutzung intelligenter Stromzähler und dynamischer Tarife hilft vielen, die Ausgaben im Griff zu behalten. Doch für Haushalte ohne flexible Energieoptionen bleibt die Situation eine Herausforderung. Gleichzeitig belastet die anhaltende Instabilität auf dem europäischen Energiemarkt die Verbraucher in ganz Europa.

Im März schwankten die Großhandelspreise für Strom stark und stiegen oder fielen innerhalb weniger Tage deutlich. Der anhaltende Konflikt im Iran trieb die Gaspreise in die Höhe und erhöhte so den Druck auf die Stromkosten. Auch die Tarife für Neukunden stiegen im selben Zeitraum an.

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Daten des Energieanbieters Tibber zeigen, dass Haushalte mit Elektroautos (E-Autos), intelligenten Zählern und flexiblen Tarifen im März etwa 3 Prozent mehr für Strom zahlten als im Februar. Die anpassungsfähigsten Nutzer – jene, die ihre Ladezeiten in günstigere Phasen verlagerten – sparten jedoch fast 7 Prozent ein.

Die Ladegewohnheiten änderten sich im März spürbar: Die Aktivität in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr nahm zu, während das abendliche Laden im Vergleich zum Februar zurückging. Dieser Wandel spiegelt den Versuch wider, von den niedrigeren Nachtstrompreisen zu profitieren.

Norwegen setzt flächendeckend auf intelligente Technologien – fast jeder Haushalt ist mit einem Smart Meter ausgestattet. Rund 93 Prozent der Stromkunden nutzen dynamische Tarife, die es ihnen ermöglichen, ihren Verbrauch an die Echtzeitkosten anzupassen. Tibbers Zahlen zeigen zudem, dass etwa drei Viertel der Haushalte mit E-Autos auch über eine Solaranlage verfügen.

Prognosen für 2025 deuten darauf hin, dass die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden mit Solarstrom und E-Auto etwa 22 Cent pro Kilowattstunde zahlen werden. Haushalte mit E-Auto, aber ohne Solaranlage müssen dagegen voraussichtlich rund 26 Cent berappen. Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, hinterfragt, warum Länder wie Deutschland trotz der offensichtlichen Vorteile flexibler, erneuerbarer Systeme weiterhin stark auf fossile Brennstoffe setzen.

Die Daten unterstreichen, wie intelligentes Energiemanagement die Kosten für anpassungsfähige Haushalte senken kann. Wer über E-Autos, Solaranlagen und flexible Tarife verfügt, profitiert bereits von Einsparungen. Doch während Norwegens hohe Akzeptanz dynamischer Preise und Smart Meter als Vorbild dient, bleiben die globalen Energieherausforderungen ungelöst.

Quelle