4.000 Ehrenamtliche stärken in Sachsen-Anhalt die Nachbarschaftshilfe für Senioren
Lotta SchulteÜber 4.000 Nachbarschaftshilfen in Sachsen-Anhalt registriert - 4.000 Ehrenamtliche stärken in Sachsen-Anhalt die Nachbarschaftshilfe für Senioren
Ein wachsendes Netzwerk von Ehrenamtlichen in Sachsen-Anhalt macht den Unterschied für ältere Mitbürger, die Unterstützung benötigen. Mittlerweile haben sich über 4.000 Menschen als Nachbarschaftshelfer registriert – darunter Anne Kinzel aus Petersberg im Saalekreis, die als 4.000. Teilnehmerin begrüßt wurde. Die 2023 gestartete Initiative zielt darauf ab, die gemeindenahe Pflege und den Zusammenhalt in der Region zu stärken.
Das Programm vermittelt Freiwillige an Senioren, die Hilfe im Alltag brauchen. Die Helfer erledigen Besorgungen, begleiten Ältere zu Terminen oder unternehmen einfach gemeinsam etwas. Koordiniert wird das Engagement von der Gesellschaft für Prävention im Alter (PiA), die auch Schulungen für neue Ehrenamtliche anbietet.
Die Teilnehmer erhalten bis zu 131 Euro monatlich als Entlastungsleistung, finanziert über die Pflegeversicherung. Das Angebot gilt vorerst bis mindestens Ende dieses Jahres. In ganz Sachsen-Anhalt gibt es mittlerweile 18 Servicezentren, die in fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten Beratung, Schulungen und Unterstützung bei der Anmeldung anbieten.
Sozialministerin Petra Grimm-Benne betont, wie unverzichtbar das Engagement der Freiwilligen für die Seniorenbetreuung ist. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu den finanziellen Zuschüssen in Sachsen-Anhalt vor, doch in Thüringen – einem Nachbarland – waren bis Ende 2025 bereits rund 3.000 Helfer registriert.
Die Initiative wächst weiter, immer mehr Ehrenamtliche schließen sich an, um ältere Menschen zu unterstützen. Die 18 Servicezentren sorgen für eine flächendeckende Versorgung mit Schulungen und Beratung. Bis auf Weiteres bleibt das Programm aktiv und bietet sowohl praktische Hilfe als auch eine finanzielle Anerkennung für die Beteiligten.