09 May 2026, 00:06

82.000 Euro für Solinger Eishalle: Reicht das gegen den Sanierungsstau?

Große Indoor-Eisbahn mit Deckenbeleuchtung, Werbetafeln, einer Rückwand, Treppen mit Geländern und einigen Menschen, was auf eine Sportanlage hinweist, die likely für Hockey genutzt wird.

82.000 Euro für Solinger Eishalle: Reicht das gegen den Sanierungsstau?

Der Solinger Finanzausschuss hat 82.234 Euro für dringende Sicherheitsreparaturen in der städtischen Eishalle freigegeben. Die Mittel sollen den Betrieb der Anlage aufrechterhalten und akute Gefahrenquellen beseitigen. Doch es gibt Zweifel, ob diese kurzfristige Lösung in eine langfristige Strategie für die wirtschaftlich angeschlagene Einrichtung eingebettet ist.

Die lokale Wählervereinigung SG zukunft. begrüßt die Notfallfinanzierung grundsätzlich. Sie betont, wie wichtig es sei, die Eishalle offen zu halten, stellt aber infrage, ob die bewilligte Summe ausreichen wird. Ohne eine detaillierte bauliche und technische Bestandsaufnahme warnen die Aktivisten, dass schnelle Flickschusterei später zu unnötigen Kosten führen könnte, falls umfangreiche Sanierungen nötig werden.

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SG zukunft. verweist zudem auf grundlegendere Probleme des Betreibers, der Solingen Eissport gGmbH. Der marode Zustand der Halle übersteige die finanziellen Möglichkeiten der Organisation bei Weitem. Bisher fehle es zudem an einer umfassenden Bewertung des Gebäudebestands, kritisiert die Vereinigung.

Um mehr Transparenz zu erzwingen, will SG zukunft. der Stadtverwaltung einen Fragenkatalog vorlegen. Gefordert werden eine klare Bestandsanalyse der Eishalle sowie eine realistische Einschätzung des tatsächlichen Finanzbedarfs. Bereits im Raum steht ein mögliches Sanierungsprojekt in Höhe von 4,8 Millionen Euro – ein Indiz dafür, dass in Zukunft deutlich höhere Investitionen nötig sein dürften.

Die Vereinigung pocht darauf, dass jede Erhaltungsstrategie finanziell tragfähig sein muss. Steuergelder müssten verantwortungsvoll eingesetzt werden, und zwar auf Basis eines klaren langfristigen Konzepts.

Die freigegebenen 82.234 Euro beheben zwar drängende Sicherheitsmängel, doch die grundsätzlichen Fragen bleiben offen. Eine vollständige bauliche Überprüfung und ein detailliertes Finanzierungskonzept fehlen nach wie vor. Ohne diese bleibt die Zukunft der Eishalle trotz der aktuellen Geldspritze ungewiss.

Quelle