27 April 2026, 14:08

90 Prozent der Ostdeutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – neue Umfrage zeigt tiefe Spaltung

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund von Gebäuden und Wolken.

90 Prozent der Ostdeutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – neue Umfrage zeigt tiefe Spaltung

Neue Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit der Deutschen mit der Vermögensverteilung

Eine große Mehrheit der Bevölkerung empfindet das aktuelle System als ungerecht – dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Auch in der Frage nach Vermögens- und Erbschaftssteuern gehen die Meinungen je nach politischer Ausrichtung weit auseinander.

Laut der Erhebung halten acht von zehn Deutschen die Vermögensverteilung im Land für ungerecht. In den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und der Region Berlin-Brandenburg steigt dieser Wert sogar auf 90 Prozent. Doch auch im Westen sehen 81 Prozent die Verteilung als ungerecht an.

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Die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer wird bundesweit von 64 Prozent befürwortet, während 29 Prozent dagegen sind. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Anhängern der Grünen (88 Prozent), der Linken (85 Prozent) und der SPD (78 Prozent). Bei AfD-Sympathisanten lehnen hingegen 52 Prozent den Vorschlag ab, nur 42 Prozent unterstützen ihn. Unter Wählern der unionsgeführten Mitte-rechts-Parteien sprechen sich immerhin 62 Prozent für die Rückkehr der Steuer aus.

Bei der Erbschaftssteuer befürworten 61 Prozent der Deutschen höhere Sätze für große Vermögen, 32 Prozent lehnen dies ab. Die Ablehnung ist bei AfD-Anhängern am stärksten: 62 Prozent sprechen sich gegen Erhöhungen aus, nur 33 Prozent sind dafür. Bei den Wählern der anderen großen Parteien herrscht dagegen breiter Konsens über die Notwendigkeit von Reformen.

Die Ergebnisse unterstreichen einen weitverbreiteten Wunsch nach einer Reform der Vermögensverteilung. Politische Gräben bleiben jedoch bestehen – vor allem bei der Frage, wie Vermögen und Erbschaften besteuert werden sollen. Die regionalen Unterschiede verdeutlichen zudem die Komplexität des Themas in ganz Deutschland.

Quelle