02 April 2026, 08:03

AfD nutzt Berliner Messerattacken als Wahlkampfthema mit umstrittenen Daten

Ein schildförmiges Polizeiabzeichen mit "Polizei Berlin" in schwarzer fetter Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche liegt.

AfD nutzt Berliner Messerattacken als Wahlkampfthema mit umstrittenen Daten

Messattacken in Berlin sind vor den anstehenden Wahlen zu einem zentralen politischen Thema geworden. Die rechtspopulistische AfD hat eine neue Initiative gestartet, um auf den Anstieg der Gewalt aufmerksam zu machen, und eine Übersicht über polizeilich erfasste Vorfälle veröffentlicht. Teil der Kampagne ist eine sogenannte "Messer-App", die Tatorte kartiert und Verletzungen dokumentiert.

Die Aktion sorgt für Kontroversen: Rivalisierende Parteien werfen der AfD vor, öffentliche Ängste für politische Zwecke auszunutzen. Laut Polizeistatistiken gab es 2024 in Berlin 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die AfD behauptet, es klaffe eine erhebliche Lücke zwischen gemeldeten Vorfällen und den offiziell erfassten Straftaten. Ihre neu veröffentlichte "Messer-App" zeigt Fallzahlen, Verletzungsberichte und eine interaktive Karte der Tatorte an.

Die Partei kritisiert mangelnde Transparenz, insbesondere bei der Herkunft der Tatverdächtigen. Berlin gehört zu den wenigen Bundesländern, die diese Daten nicht veröffentlichen. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker wirft der regierenden Koalition vor, Informationen zu Gewaltdelikten zurückzuhalten.

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Parallel dazu hat auch die Schusswaffenkriminalität stark zugenommen: 2025 wurde ein Anstieg der Waffenstraftaten um 68 Prozent registriert. Die AfD fordert mehr öffentliche Daten, darunter auch die juristischen Folgen für die 1.906 Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Messerangriffen. Allerdings gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Fälle zu Anklagen oder Verurteilungen führten.

Die Linke verurteilte den Kurs der AfD scharf und wirft ihr vor, gezielt Ängste zu schüren und Feindseligkeit gegenüber Migranten zu fördern. Kritiker argumentieren, die Kampagne riskiere, gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen, statt die Kriminalitätsbekämpfung voranzubringen.

Die Debatte um Messerattacken hat die politische Auseinandersetzung in Berlin weiter angeheizt. Die Forderung der AfD nach mehr Transparenz bei der Herkunft der Tatverdächtigen und den juristischen Konsequenzen bleibt unerfüllt. Angesichts der bevorstehenden Wahlen wird das Thema voraussichtlich im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion bleiben.

Da keine Daten zu Verurteilungen oder Nationalitäten vorliegen, bleiben zentrale Fragen zum Ausmaß und zur Art des Problems unbeantwortet.

Quelle