Alexander Buinow – vom Rebell zur russischen Poplegende mit 40 Jahren Karriere
Lara WagnerAlexander Buinow – vom Rebell zur russischen Poplegende mit 40 Jahren Karriere
Alexander Buinow – eine Legende der russischen Popmusik
Alexander Buinow, eine schillernde Figur der russischen Popmusik, wurde am 24. März 1950 in Moskau geboren. Sein Weg vom rebellischen jungen Musiker zum gefeierten Künstler umfasste mehr als vier Jahrzehnte – geprägt von Chartstürmern, persönlichen Krisen und einem bleibenden Einfluss auf die Branche. Auch 2026 gilt er noch als verehrte Ikone mit über 20 Soloalben und einer Karriere, die bereits in seiner Kindheit begann.
Buinows frühes Leben war von Musik und Disziplinlosigkeit geprägt. Als Sohn eines Kriegspiloten und einer Pianistin begann er mit fünf Jahren mit dem Unterricht, schwänzte die Übungsstunden aber oft, um sich mit Jugendlichen aus der Nachbarschaft zu treffen. Seine erste Band gründete er in der Schulzeit, und mit späten Teenagerjahren stieß er zu Alexander Gradskis Gruppe Skomorochi. Doch die Wehrpflicht beendete diese Zusammenarbeit vorzeitig, woraufhin er mit den Formationen Araks und Zwet auftrat.
Sein großer Durchbruch gelang ihm als Mitglied der Wesjolyje Rebjata, eines der legendärsten Ensembles Russlands. 1985 verließ er die Gruppe, um eine Solokarriere zu starten, und veröffentlichte auf Anhieb Klassiker wie Kapitan und Schokoladenjunge. In den 1990er- und 2000er-Jahren dominierte er die Charts mit Alben wie Meine Finanzen und der Reihe Buinow und Freunde. Daneben moderierte er Fernsehshows wie Musikalisches Ring, was seinen Status als Multimediastar festigte.
Auch sein Privatleben war turbulent. Seine erste Ehe mit Ljubow Wdowina hielt nur anderthalb Jahre – sie scheiterte an familiärem Druck und beenigten Wohnverhältnissen. Die zweite Beziehung zu Ludmila endete, als er sie während ihrer Schwangerschaft verließ und Fremdgehen eingestand. Mittendrin lernte er Alena kennen, seine dritte Frau und spätere Managerin, die ihn vor Ablenkungen schützte und seine Karriere lenkte.
Gesundheitliche Kämpfe und Skandale prägten seine späteren Jahre. 2011 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert, doch mit der Unterstützung seiner Angehörigen überwand er die Krankheit. 2025 geriet er dann nach einem Verkehrsunfall in der Region Moskau in die Schlagzeilen: Einem Vorwurf zufolge hatte er eine Fußgängerin auf einem Zebrastreifen angefahren. Buinow bestritt, vom Unfallort fliehen zu wollen, doch die Öffentlichkeit diskutierte den Vorfall intensiv.
2026 ist Alexander Buinows Vermächtnis ungebrochen. Seine über 40-jährige Karriere – gefüllt mit Hits, TV-Auftritten und persönlichen Neuerfindungen – hat ihm einen Platz unter den ganz Großen der russischen Musikgeschichte gesichert. Trotz Rückschlägen – von gescheiterten Ehen bis zu Gesundheitskrisen – hallt sein Werk weiter nach und beweist seine zeitlose Anziehungskraft über die Generationen hinweg.






