21 February 2026, 14:09

ARD halbiert Klamroths hart aber fair-Folgen – doch warum bleibt er trotzdem?

Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Besitzern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

ARD halbiert Klamroths hart aber fair-Folgen – doch warum bleibt er trotzdem?

Die ARD hat die Zahl der von Louis Klamroth moderierten Folgen von hart aber fair für die Jahre 2025 und 2026 auf 15 Sendungen pro Jahr halbiert. Der 36-jährige Journalist, der 2023 die Nachfolge von Frank Plasberg angetreten hatte, wird künftig nur noch 15 statt bisher 30 Sendungen pro Jahr leiten. Trotz dieser Kürzung hält der Sender an ihm fest – ein Indiz dafür, dass es im Haus kaum alternative Moderatoren gibt.

Unter Klamroths Ägide verzeichnet hart aber fair sinkende Zuschauerzahlen im Vergleich zur Plasberg-Ära. Sein Stil – oft unterbricht er Gäste zu früh und stellt zugespitzte Ja-nein-Fragen – stößt auf Kritik. Prominente Talkgäste wie Kanzleiminister Thorsten Frei mussten sich bereits mit seiner direkten Art arrangieren. So blieb Frei etwa in einer Debatte über Sozialreformen im September 2025 gelassen, obwohl Klamroth ihn mit Nachfragen unter Druck setzte.

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Gleichzeitig überzeugten einige seiner besten Folgen durch scharfsinnige Beiträge von Bürgerinnen, Bürgern und Fachleuten. Diese Ausgaben brachten frische Perspektiven auf Themen wie Wohnungsnot oder öffentliche Proteste. Doch seine Schwierigkeiten, hitzige Diskussionen zu steuern, fallen auf und wecken Zweifel, ob er die Abendprogramm-Verantwortung voll trägt.

Als Ausgleich für die reduzierte Präsenz hat Klamroths Produktionsfirma Florida Factual Aufträge für einige neue Online-Formate erhalten.

Die Kürzung auf 15 Folgen pro Jahr markiert einen deutlichen Strategiewechsel der ARD. Klamroths Zukunft bei hart aber fair hängt nun davon ab, ob er seinen Moderationsstil anpassen und das Vertrauen des Publikums zurückgewinnen kann. Dass der Sender ihn vorerst behält, deutet darauf hin, dass es kaum Alternativen gibt.