Berlin oder Hamburg: Wer darf sich für Olympia 2036 bewerben?
Deutschland steht vor der Entscheidung, welche Stadt sich für eine Olympische Bewerbung bewerben soll – im Rennen sind Berlin und Hamburg. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird seine Wahl bis zum 26. September bekannt geben. Doch politische und öffentliche Meinungen könnten das Ergebnis noch beeinflussen.
Die Entscheidung des DOSB könnte von der anstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September abhängen. Bürgermeister Kai Wegner fordert eine Volksabstimmung über die Bewerbung, doch die Grünen und die Linke lehnen diesen Vorschlag ab. Selbst wenn Berlin ausgewählt wird, könnte ein Referendum 2027 die Pläne noch scheitern lassen.
Hamburgs Haltung bleibt unklar. Umfragen zeigen eine gespaltene Unterstützung, und die Stadt hatte bereits 2015 eine Olympische Bewerbung mit 51,6 Prozent der Stimmen abgelehnt. Unterdessen zeigen München und Nordrhein-Westfalen starke Zustimmung – etwa zwei Drittel der Einwohner befürworten eine Bewerbung.
Aufgrund rechtlicher Fristen wäre ein Referendum zu diesem Thema frühestens in einem Jahr möglich. Nur drei der 16 Bundesländer erlauben derzeit solche Abstimmungen, weder Berlin noch Hamburg gehören dazu. Die Kampagne „NoOlympia“ sammelt derweil Unterschriften, um eine Volksabstimmung gegen eine mögliche Berliner Bewerbung zu erzwingen.
Die endgültige Entscheidung des DOSB fällt bis zum 26. September, doch öffentlicher und politischer Widerstand könnte den Prozess noch zum Scheitern bringen. Falls Berlin den Zuschlag erhält, könnte ein Referendum 2027 den Bürgern das letzte Wort geben. Das Ergebnis hängt sowohl von der offiziellen Auswahl als auch von der künftigen öffentlichen Meinung ab.






