15 January 2026, 20:15

Berlins „Kaffee-Wette“ kämpft ums Überleben – Bezirke trotzen Verbot für Obdachlosenhilfe

Eine belebte Straße in Berlin, Deutschland, mit zahlreichen geparkten Taxis, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden und einem fernen Bogen mit Statuen und einem Turm unter einem bewölkten Himmel.

Kaffee-Wette verboten - Bezirke wollen handeln - Berlins „Kaffee-Wette“ kämpft ums Überleben – Bezirke trotzen Verbot für Obdachlosenhilfe

Berlins jährliche „Kaffee-Wette“-Spendenaktion droht Verbot – doch mehrere Bezirke weigern sich aufzugeben

Die alljährliche Charity-Kampagne „Kaffee-Wette“, bei der Kaffeepakete für Obdachlosenunterkünfte gesammelt werden, sollte vom 19. Januar bis zum 5. Februar 2026 stattfinden. Trotz rechtlicher Bedenken der Senatskanzlei wollen einige Bezirke das Vorhaben wie geplant durchziehen.

Die Aktion startete 2019 in Neukölln und hat sich seitdem in ganz Berlin ausgebreitet. Jeder Bezirk, der mindestens 500 Kaffeepakete sammelt, erhält von Einzelhändlern und Partnern zusätzlich 2.500 Euro. Das Geld fließt direkt in lokale Hilfsprogramme für Wohnungslose.

In diesem Jahr hatten sich alle Bezirke außer Friedrichshain-Kreuzberg zur Teilnahme angemeldet. Doch nach rechtlichen Einwänden der Senatskanzlei zogen sich einige Unternehmenssponsoren aus Protest zurück. Regierungsbürgermeister Kai Wegner, der sich bei einer Pressekonferenz am 6. Januar hinter die Ziele der Kampagne – Offenheit und Solidarität – stellte, hat das Verbot jedoch nicht aufgehoben. Trotz der Einschränkungen führen Bezirke wie Neukölln und Reinickendorf ihre Sammlungen fort. Ihr Widerstand zeigt, wie tief die Aktion in der Gemeinschaft verwurzelt ist, die sich für Bedürftige einsetzt.

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Das Verbot hat eine Spaltung zwischen Stadtverwaltung und teilnehmenden Bezirken verursacht. Diejenigen, die weitermachen, werden zwar weiterhin Kaffeepakete sammeln, aber ohne die übliche Unterstützung durch Unternehmen. Die Entwicklung wird zeigen, ob die Kampagne in den kommenden Jahren fortgeführt werden kann – oder ob rechtliche Hürden ihr Ende besiegeln.