05 April 2026, 02:03

Brandenburg plant 24-Stunden-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Ein belebter Markt im historischen Zentrum von Heidelberg mit Menschen, die gehen, auf Bänken sitzen und in der Nähe von Zelten stehen, mit Gemüsekörben auf Tischen, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Brandenburg plant 24-Stunden-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Die brandenburgische Koalitionsregierung unterstützt Pläne, die den Betrieb unbemannter, vollautomatisierter Mini-Supermärkte rund um die Uhr ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß will man die lokale Versorgung verbessern – insbesondere in ländlichen Regionen, wo traditionelle Geschäfte zunehmend schließen. Bisherige Vorschriften beschränken die Öffnungszeiten auf samstags sowie maximal sechs Sonn- und Feiertage pro Jahr.

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Die geplanten Änderungen würden es "Smart Stores" erlauben, 24 Stunden am Tag und ohne Personal zu betreiben. Sozialminister René Wilke (SPD) begründete die Initiative damit, dass sie die Grundversorgung sichern und gerechtere Lebensbedingungen im ganzen Land fördern werde. Er verwies auf die wachsenden Schwierigkeiten herkömmlicher Supermärkte in dünn besiedelten Gebieten.

Noch muss der Landtag über den Entwurf beraten, bevor er in Kraft treten kann. Bei einer Zustimmung würde Brandenburg zu einer kleinen, aber wachsenden Gruppe von Bundesländern gehören, die Regelungen für den automatisierten Einzelhandel erproben. Bisher hat kein Bundesland umfassende gesetzliche Vorgaben für solche Läden eingeführt, auch wenn mehrere Pilotprojekte laufen.

Die neuen Regeln würden einen Bruch mit den bisherigen Beschränkungen bedeuten und automatisierten Geschäften dauerhafte Öffnungszeiten ermöglichen. Die Behörden hoffen, damit Versorgungsengpässe in unterversorgten Gemeinden zu beheben. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim brandenburgischen Landtag.

Quelle