20 April 2026, 02:03

Bundesnetzagentur verschärft Cybersecurity-Kontrollen für Energienetze mit neuem Risikomodell

Balkendiagramm, das die Anzahl der divers generierten elektrischen Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesnetzagentur verschärft Cybersecurity-Kontrollen für Energienetze mit neuem Risikomodell

Bundesnetzagentur verschärft Cybersecurity-Aufsicht im Energiesektor

Die deutsche Bundesnetzagentur will ihre Überwachung der Cybersicherheit im Energiesektor ausbauen. Ein neues Bewertungsrahmenwerk, das vom Fraunhofer-Institut IOSB-AST entwickelt wurde, soll künftig die Schwere von Vorfällen im Rahmen der anstehenden NIS-2-Richtlinie einordnen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über digitale Bedrohungen für kritische Infrastrukturen, da Netze zunehmend vernetzt werden.

Die Behörde benötigte eine strukturierte Methode, um Cybersecurity-Vorfälle zuverlässig zu bewerten. Als Lösung entwickelten Forscher ein dreistufiges, risikobasiertes Modell, das sowohl systemische als auch wirtschaftliche Auswirkungen misst. Damit lässt sich ermitteln, ob ein einzelnes Ereignis das gesamte Energiesystem destabilisieren könnte.

Das Rahmenwerk baut auf bestehenden europäischen Standards auf, darunter das Klassifizierungssystem für Cyberangriffe von ENTSO-E. Zudem nutzt es das deutsche Marktstammdatenregister als zentrale Datenquelle. Um Bewertungen zu vereinfachen, wurden standardisierte Formate für Daten, Kommunikation und die Einstufung von Vorfällen eingeführt.

In Branchenkreisen werden besonders Schwachstellen in ferngesteuerten Geräten wie Wechselrichtern und intelligenten Energiemanagementsystemen diskutiert. Experten debattieren weiterhin über die besten Maßnahmen zur Risikominderung. Nach erfolgreicher Erprobung könnte die Methodik später auch auf operative Prozesse der untergeordneten Ebenen angewendet werden.

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Das neue System verschafft der Bundesnetzagentur erweiterte Befugnisse, Vorfälle nach NIS-2 einzuordnen. Ziel ist es, klarere und einheitlichere Bewertungen von Cybersecurity-Bedrohungen im Energiesektor zu ermöglichen. Die Testphase und Umsetzung sollen in den kommenden Monaten beginnen.

Quelle