29 June 2026, 16:03

Bundespolizei droht der Verlust aller Körperkameras – und das schon 2025

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei droht Mangel an Bodycams

Bundespolizei droht der Verlust aller Körperkameras – und das schon 2025

Deutschlands Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – und lässt die Beamten damit ohne ein entscheidendes Arbeitsmittel zurück. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnt vor der drohenden Krise.

Das Problem schwelt bereits seit Monaten. Der GdP war bekannt, dass der Hersteller die Wartung einstellen wollte. Die Behörden hatten gehofft, der Lieferant würde die Unterstützung erneut verlängern – doch dafür wären Millionen an zusätzlichen Mitteln nötig gewesen.

Ein jüngst ausgeschriebenes Vergabeverfahren für 2.500 neue Kameras, mit Option auf weitere 1.500 Geräte, scheiterte trotz eines Budgets von fünf Millionen Euro. Zusätzliche Anforderungen wie wechselbare Akkus machten das Angebot für potenzielle Bieter weniger attraktiv. Einige der aktuellen Modelle sind nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was den Austausch weiter verkompliziert.

Körperkameras sind mittlerweile ein unverzichtbares Werkzeug im Polizeialltag. Sie helfen, Konflikte zu entschärfen – besonders in Bahnhöfen – und liefern wichtige Beweismittel in Strafverfahren. Roßkopf fordert das Bundesinnenministerium nun auf, umgehend zu handeln, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.

Ohne Lösung könnten die Beamten bereits im nächsten Jahr ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Das gescheiterte Vergabeverfahren und der Rückzug des Herstellers lassen der Polizei kaum Handlungsoptionen. Das Ministerium muss jetzt schnell reagieren, um eine Lücke bei dieser essenziellen Ausstattung zu verhindern.

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