Bundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls Raider-Schwarmdrohnen
Lotta SchulteBundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls Raider-Schwarmdrohnen
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Genehmigung für ein großes Beschaffungsvorhaben mit Rheinmetall beantragt. Im Mittelpunkt des Projekts stehen sogenannte Raider-Schwarmdrohnen, die als bahnbrechende Entwicklung gelten. Sollte der Antrag bewilligt werden, beläuft sich allein der erste Auftrag auf knapp 300 Millionen Euro.
Das Ministerium hat dem Haushaltsausschuss des Bundestags einen Finanzierungsvorschlag in Höhe von 25 Millionen Euro vorgelegt, um das Vorhaben voranzutreiben. Rheinmetalls Vertrag umfasst nicht nur die Munition, sondern auch Schulungen, Bodenstationen und Simulatoren.
Geplant ist der Abschluss eines Rahmenvertrags mit Rheinmetall im Volumen von bis zu 2,387 Milliarden Euro. Dies folgt auf frühere Verträge mit Helsing und Stark Defence, die Ende Februar vergeben wurden. Das Raider-System soll die bestehenden Schwarmdrohnen-Kapazitäten ergänzen – dank seiner fortschrittlichen optischen Sensoren.
Laut Vereinbarung muss Rheinmetall bis Ende April 2027 strenge Qualifikationsstandards erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, vom Vertrag zurückzutreten. Neben den Drohnen liefert das Unternehmen Bodenkontrollstationen, Luftfahrtsysteme und Schulungsmaterialien.
Rheinmetall wird zudem das initiale Ausbildungsprogramm für die Bediener durchführen. Die Zusammenarbeit des Konzerns mit Boeing in verwandten Rüstungsprojekten wurde bereits erwähnt, weitere Hersteller für künftige Aufträge sind jedoch noch nicht benannt worden.
Die Raider-Schwarmdrohnen werden die bestehenden Fähigkeiten der Bundeswehr erweitern und die Systeme von Helsing und Stark ergänzen. Der Antrag des Verteidigungsministeriums wartet nun auf die Zustimmung des Haushaltsausschusses. Bei einer Bewilligung würde der Rheinmetall-Vertrag zu einer der größten jüngeren Investitionen in deutsche Verteidigungstechnologie zählen.






