BVG setzt auf Quantencomputing gegen Personalmangel bei Busfahrern
Berlins Verkehrsbetriebe BVG kämpft mit massivem Personalmangel
Bis 2026 werden voraussichtlich über 4.300 Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in den Ruhestand gehen, zusätzlich verlassen freiwillig weitere Beschäftigte das Unternehmen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzte das Unternehmen auf eine ungewöhnliche Lösung: die Kombination von Quantencomputing mit klassischen Methoden, um die Fahrpläne der Busfahrer zu optimieren.
Im Mittelpunkt des Projekts stand ein komplexes Einsatzplanungsproblem mit 150 Fahrern auf verschiedenen Buslinien. Durch die Berücksichtigung der Präferenzen der Fahrer gelang es dem Team, die Anzahl der API-Abfragen um 80 Prozent zu reduzieren. Die Lösung basierte nicht allein auf Quantencomputing, sondern verband es mit herkömmlichen Verfahren zu einem effizienten Hybridsystem.
Für ein Unternehmen wie die BVG bedeutet bereits eine Steigerung der Planungseffizienz um zwei Prozent jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 18 Millionen Euro. Der Ansatz berücksichtigte zudem die Bedeutung menschlicher Faktoren in großen logistischen Operationen – ein entscheidender Aspekt angesichts der schrumpfenden Belegschaft.
Doch nicht nur im Öffentlichen Nahverkehr ließe sich das System einsetzen: Seine Architektur könnte auch in anderen Branchen Anwendung finden, etwa bei der Schichtplanung in Krankenhäusern oder in der Logistik der „letzten Meile“. Innerhalb von nur 24 Monaten entwickelte sich das Projekt von einem frühen Konzept (Technologiereifegrad 4) zu einem einsatzbereiten Pilotprojekt (Stufe 6).
Das neue Planungssystem bietet der BVG eine wirksamere Strategie, um die Personalkrise zu bewältigen. Mit möglichen Anwendungen in weiteren Industrien könnte die hybride Quantentechnologie-Methode zum Vorbild für die Lösung großflächiger logistischer Herausforderungen werden. Der Erfolg des Piloten deutet darauf hin, dass weitere Entwicklungen und eine breitere Einführung folgen könnten.






