CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Motorrädern und Politiker-Liste in die Kritik
Lotta SchulteCDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Motorrädern und Politiker-Liste in die Kritik
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist nach der Veröffentlichung zweier umstrittener Online-Beiträge in die Kritik geraten. In einem zeigte er restaurierte Motorräder der Wehrmacht, im anderen nannte er in einem WhatsApp-Status seine Lieblingspolitiker. Beide Vorfälle lösten prompt Reaktionen innerhalb seiner Partei aus.
Das auf Instagram gepostete Video zeigte Enthusiasten in Uniform, die auf historischen Militärmotorrädern aus der NS-Zeit fuhren. Der Beitrag wurde später gelöscht, doch die Kritik an Bommert hielt an – insbesondere, nachdem bekannt wurde, dass er in einer privaten Nachricht Politiker wie Robert Habeck, Annalena Baerbock und Olaf Scholz aufgelistet hatte.
Der Streit begann, als Bommert ein Video einer Veranstaltung mit Wehrmacht-Motorrädern hochlud. Die Aufnahme, die auf seinem Instagram-Account erschien, zeigte Teilnehmer in historischen Uniformen auf den restaurierten Maschinen. Nach öffentlicher Kritik entfernte er den Beitrag, weigerte sich zunächst jedoch, dazu Stellung zu nehmen.
Zuvor hatte Bommert bereits in einem WhatsApp-Status seine bevorzugten Politiker genannt, darunter die Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie Bundeskanzler Olaf Scholz. Die CDU reagierte mit einer offiziellen Rüge. Bommert räumte daraufhin ein, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.
Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz verurteilte die Inhalte scharf und erklärte, er "distanziere sich auf das Entschiedenste von Material dieser Art". Bretz kündigte eine interne Prüfung sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an. Weitere Sanktionen wurden nicht verhängt, und aus öffentlichen Unterlagen gehen keine früheren umstrittenen Äußerungen Bommerts hervor.
Die CDU hat Schritte eingeleitet, um die Vorfälle aufzuarbeiten, wobei Bommert seine übrigen Parteiämter behält. Die Angelegenheit soll intern untersucht werden; Bretz wird sich direkt mit ihm austauschen. Über die Rüge und den Ausschussrücktritt hinaus wurden keine weiteren disziplinarischen Maßnahmen bekannt gegeben.






