30 March 2026, 06:03

CDU Solingen untersucht Mobbing und digitale Konflikte an Schulen

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, eine Mädchen spricht in ein Mikrofon auf einem Ständer, dahinter eine Umzäunung mit einem Dach und Ballons.

CDU Solingen untersucht Mobbing und digitale Konflikte an Schulen

CDU Solingen startet Untersuchung zu Mobbing und digitalen Konflikten an Schulen

Die CDU in Solingen hat eine Anfrage zu Mobbing und onlinebasierten Konflikten an Schulen eingeleitet. Ziel der Initiative ist es, das Ausmaß des Problems zu verdeutlichen und bessere Präventionsmaßnahmen voranzutreiben. Parteivertreter betonen, dass es sich dabei nicht um eine Kritik an Lehrkräften oder Sozialarbeitern handle, sondern um einen Appell für eine vertiefte Debatte zum Schutz der Schülerinnen und Schüler.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass Mobbing nach wie vor weit verbreitet ist. Laut der PISA-Studie 2022 geben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland an, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Hochgerechnet auf Solingen wären davon etwa 2.800 Schüler betroffen. Eine separate Untersuchung der Techniker Krankenkasse ergab zudem, dass bundesweit jedes sechste Schulkind bereits Mobbing erlebt hat.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Rahmen der CDU-Anfrage soll überprüft werden, ob Solingen über verlässliche Daten zu Mobbingfällen verfügt – etwa aus der Schulsozialarbeit, der Jugendhilfe oder dem Gesundheitswesen. Zudem werden Details zu bestehenden Präventionsangeboten abgefragt, darunter Konfliktlösungstrainings, Resilienzförderung und Projekte zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Die Partei möchte wissen, wie diese Maßnahmen evaluiert werden und ob sie nachweislich langfristige Wirkung entfalten.

Auch die Personalausstattung in Kitas und Grundschulen steht auf dem Prüfstand. Die Anfrage untersucht, ob Präventionsarbeit von hauseigenen Fachkräften oder externen Anbietern geleistet wird. Da es keine lokalen Daten zu Kindern gibt, die aufgrund von Cybermobbing in psychologische Behandlung überwiesen wurden, will die CDU hier Wissenslücken schließen.

Das Thema wird in den kommenden Wochen in zwei zentralen Ausschüssen beraten und rückt damit fest auf die politische Agenda Solingens. Die Untersuchung soll bestehende Anti-Mobbing-Strategien bewerten und Verbesserungspotenziale aufzeigen. Die Ergebnisse könnten künftige Maßnahmen zum Schutz der Schülerinnen und Schüler in Solingen prägen. Mit ihrem Vorstoß für transparentere Daten und wirksamere Konzepte reagiert die CDU auf wachsende Sorgen über Mobbing – sowohl im realen Leben als auch im digitalen Raum.

Quelle