10 June 2026, 10:01

Dehoga-Präsident fordert rasche Umsetzung der Wirtschaftsreformen vor Sommerpause

Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Dehoga-Chef warnt vor Klassenkampf und fordert neues Arbeitszeitgesetz

Dehoga-Präsident fordert rasche Umsetzung der Wirtschaftsreformen vor Sommerpause

Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Schimke, hat die Spitzen der Koalition zu zügiger Umsetzung der vereinbarten Reformen aufgefordert. Er betonte, dass den Politikern die Zeit davonläuft, um die entscheidenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen umzusetzen.

Schimke unterstrich die Dringlichkeit des geplanten Arbeitszeitgesetzes. Er hofft, dass der Krisengipfel im Kanzleramt ein klares Signal setzt, um vor der Sommerpause eine einheitliche Wochenarbeitszeit einzuführen.

Kritik übte er an anderen Vorhaben, darunter den Forderungen der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi nach verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorgemodellen. Solche Maßnahmen würden nach Schimkes Einschätzung Bürokratie und reale Kosten für Unternehmen erhöhen – ohne dabei Wachstum zu fördern oder die Jobchancen zu verbessern.

Der Verbandschef warnte zudem vor Gewerkschaftsforderungen, die die Arbeitskosten in die Höhe treiben könnten. Stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft verlangten Pragmatismus statt Klassenkampf, so Schimke. Er erwartet von der Koalitionsspitze, die Reformen nun entschlossen voranzutreiben, um diese Probleme zu lösen.

Im Mittelpunkt von Schimkes Warnungen stehen die wirtschaftlichen Risiken durch steigende Lohnnebenkosten und Bürokratie. Dennoch bleibt er zuversichtlich, dass der Krisengipfel zu konkreten Beschlüssen führt. Das Ergebnis könnte die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in den kommenden Monaten prägen.

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