Deutsche Bahn startet drei neue Programme für mehr Fahrgastzufriedenheit – doch Pünktlichkeit bleibt Problem
Lara WagnerDeutsche Bahn startet drei neue Programme für mehr Fahrgastzufriedenheit – doch Pünktlichkeit bleibt Problem
Die Deutsche Bahn hat drei neue Programme gestartet, um die Zufriedenheit der Fahrgäste zu steigern. Die Initiativen zielen auf mehr Sauberkeit, Sicherheit und bessere Kommunikation bei Störungen ab. Allerdings warnte der Konzernchef, dass sich die Pünktlichkeit vorerst kaum verbessern werde.
Seit Anfang 2026 setzt die Deutsche Bahn im Rahmen der Agenda für zufriedene Kunden des Bundesverkehrsministeriums verschiedene Maßnahmen um. Dazu gehören eine bessere Verfügbarkeit von Toiletten, Speisewagen in Fernzügen sowie klarere Informationen bei Verspätungen. Auch Bahnhöfe und Züge erhalten verstärkte Aufmerksamkeit in Sachen Sauberkeit und Sicherheit.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat ein neues Pünktlichkeitsziel vorgegeben: Bis 2029 sollen 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen. Damit ersetzt er das bisherige Vorhaben des früheren Vorstands, der bis 2027 eine Quote von 75 bis 80 Prozent anstreben wollte – ein Ziel, das Konzernchefin Evelyn Palla als "realitätsfremd" bezeichnete. Sie nannte die alte Vorgabe "Wunschdenken" und bestätigte, dass die Pünktlichkeitswerte in diesem Jahr bestenfalls stagnieren werden.
Im vergangenen Jahr fuhren nur etwa 60 Prozent der Fernzüge ohne größere Verspätungen. Der Minister warnte zudem, dass die anhaltenden Probleme der Bahn das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen untergraben könnten.
Die drei neuen Programme sollen zunächst akute Probleme wie Sauberkeit und Fahrgastinformationen angehen. Da die Pünktlichkeit jedoch vorerst nicht steigen wird, dürften Reisende vorerst kaum weniger Verspätungen erleben. Die Regierungsvorgabe für 2029 bleibt damit der nächste wichtige Maßstab für Fortschritte.






