29 March 2026, 10:04

Hamburgs Olympia-Bewerbung spaltet Schulen: Wer darf die Schüler beeinflussen?

Plakat für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul, Südkorea, das einen Läufer mit den Olympischen Ringen im Hintergrund und den Text "Olympische Spiele" oben zeigt.

Hamburgs Olympia-Bewerbung spaltet Schulen: Wer darf die Schüler beeinflussen?

Hamburgs Olympia-Bewerbung entfacht Debatte über Unterrichtsmaterialien

Die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie Schulen das Thema mit Schülerinnen und Schülern behandeln sollen. Die Senatskoalition der Stadt möchte, dass die Olympia-Frage im Unterricht thematisiert wird, doch Kritiker werfen den bereitgestellten Materialien vor, sie seien einseitig. Unterdessen hat eine Olympia-geneigte Initiative Tausende Unterschriften gesammelt, um gegen die Werbung für die Bewerbung an Schulen vorzugehen.

Am 21. Februar reichte die Gruppe NOlympia 19.423 Unterschriften beim Landeswahlleiter ein. Der Senat bestätigte später, dass mindestens 10.000 davon gültig seien – dies geschah am 17. März. Die Kampagne richtet sich gegen Hamburgs Olympia-Pläne und stellt die Ausgewogenheit der in Schulen verwendeten Materialien infrage.

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Die Innenbehörde hatte Unterrichtsmaterialien verteilt, die die Bewerbung unterstützen. Darin fehlten jedoch Argumente von Olympia-Gegnern oder eine Auseinandersetzung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Kritiker monieren, dies verstoße gegen den Beutelsbacher Konsens, der von Lehrkräften verlangt, Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Urteilsbildung anzuleiten.

Die Behörde für Schule und Berufsbildung prüfte die Materialien und erklärte sie für geeignet. Die Schulbehörde betonte, dass Schülerinnen und Schüler sich dennoch ein eigenes Urteil bilden könnten. Gleichzeitig klären die Bildungsbehörde und die Innenbehörde nun, ob NOlympia eigene Materialien in Schulen verteilen darf.

Anders als beim Referendum 2015 ist für 2025 keine "Deine Wahl"-Tour geplant. Bürgermeister Peter Tschentscher hat betont, dass sich das IOC an Hamburgs Bedürfnisse anpassen müsse – und nicht umgekehrt.

Die Debatte über die Unterrichtsmaterialien hält an, während sich die Stadt auf das Referendum 2025 vorbereitet. Die Verantwortlichen müssen entscheiden, ob NOlympia ihre Position in den Klassenzimmern darlegen darf. Das Ergebnis wird prägen, wie sich die Schülerinnen und Schüler mit der Olympia-Bewerbung auseinandersetzen, bevor sie ihre Stimme abgeben.

Quelle