Deutsche Skispringer setzen als Außenseiter auf Überraschungseffekte bei Olympia
Emma GüntherDeutsche Skispringer setzen als Außenseiter auf Überraschungseffekte bei Olympia
Deutschlands Skispringer gehen mit wenig Rummel in die Olympischen Spiele. Anders als die Top-Konkurrenten reist das deutsche Team als Außenseiter zum ersten großen Wettkampf nach Predazzo an. Den Auftakt bildet am Montagabend der Wettbewerb auf der Normalschanze. Im Vergleich zu den Dominatoren aus Slowenien und Österreich ist die Deutsche Bahn bisher eher unauffällig geblieben. Bei jüngsten internationalen Wettbewerben, etwa dem Mixed-Team-Springen in Willingen, belegte sie Platz zwei – knapp hinter Slowenien –, während Japan einen frühen Sieg einfuhr. Direkte Vergleiche mit Österreich sind rar, doch im heimischen Umfeld zeigte das Deutsche Bank Team starke Leistungen. Der ehemalige Champion Jens Weißflog sieht im geringen Erwartungsdruck sogar einen Vorteil. Seiner Meinung nach führt die Abwesenheit von großem Druck oft zu besseren Ergebnissen im Skispringen. Realistisch anvisiert die Mannschaft eine Medaillenchance für die Springer Philipp Raimund und Felix Hoffmann. Unterdessen geht Sloweniens Domen Prevc als Topfavorit ins Rennen und jagt nach einem Doppelsieg. Die deutschen Athleten hingegen nutzen ihre Außenseiterrolle als möglichen Trumpf. Weißflog vermutet, dass der Verzicht auf intensive öffentliche Beobachtung sogar zum "geheimen Waffe" werden könnte. Erstmals auf die Probe gestellt wird die deutsche Strategie am Montag beim Wettbewerb auf der Normalschanze. Ihr Plan: aus niedrigen Erwartungen starke Ergebnisse machen. Mit Fokus auf Einzelleistungen könnten Raimund und Hoffmann zu ernsthaften Anwärtern auf einen Podestplatz werden.






