08 March 2026, 16:03

Deutsches Forschungsprojekt will Lithium-Batterien revolutionär recyceln

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Deutsches Forschungsprojekt will Lithium-Batterien revolutionär recyceln

Neues Forschungsprojekt in Deutschland: Effizienteres Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Ein neues Forschungsvorhaben in Deutschland nimmt sich der Herausforderung an, Lithium-Ionen-Batterien künftig deutlich effizienter zu recyceln. Unter dem Namen ProBatman haben sich große Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um wertvolle Rohstoffe aus alten Batterien zurückzugewinnen. Bisherige Verfahren verschwenden oft wichtige Komponenten und verbrauchen enorme Mengen an Energie – das Projekt markiert daher einen bedeutenden Fortschritt.

Zum ProBatman-Konsortium zählen unter anderem BMW AG, EurA AG, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC), die Netzsch-Gruppe und die Universität Würzburg sowie weitere unterstützende Partner. Ihr Ziel ist die Entwicklung direkter Recyclingmethoden, mit denen selbst flüchtige Substanzen und leitfähige Salze aus gebrauchten Batterien zurückgewonnen werden können. Während herkömmliche Prozesse nur einen Bruchteil der Materialien verwerten, strebt dieser Ansatz eine möglichst vollständige Rückgewinnung an.

Bis zum Jahr 2040 könnte Deutschland jährlich bis zu 360.000 Tonnen ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien gegenüberstehen. Das Projekt schätzt, dass durch das Recycling von 340.000 Tonnen pro Jahr bis zu 1,3 Gigatonnen CO₂-Emissionen eingespart werden könnten. Federführend ist das Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektromobilität (FZEB), das nachhaltige Lösungen in den Mittelpunkt stellt.

Das Fraunhofer ISC bringt dabei seine Expertise in Batteriematerialien und Analysemethoden ein, darunter eine Pilotproduktionslinie für Pouch-Zellen. Diese Infrastruktur dient dazu, die neuen Recyclingverfahren zu testen und zu optimieren, bevor sie im großen Maßstab eingesetzt werden.

Das ProBatman-Projekt könnte die Batterieentsorgung revolutionieren, indem es das Recycling effizienter und ressourcenschonender gestaltet. Bei Erfolg ließe sich nicht nur der CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren, sondern auch kritische Rohstoffe aus Altbatterien zurückgewinnen. In den kommenden Jahren will das Konsortium die Methoden weiterentwickeln und zur Marktreife bringen.

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