DJV fordert Venezuela: Stopp der Medienzensur und Freilassung inhaftierter Journalisten
Emma GüntherVerband der Deutschen Journalisten: Venezuela muss sich für Journalisten öffnen - DJV fordert Venezuela: Stopp der Medienzensur und Freilassung inhaftierter Journalisten
Deutscher Journalisten-Verband fordert Venezuela zur Aufhebung der Medienbeschränkungen auf
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die venezolanische Regierung aufgefordert, die Einschränkungen für ausländische Medien aufzuheben. In einer in Berlin veröffentlichten Erklärung forderte die Organisation ein Ende der Zensur sowie die Wiedereröffnung der Grenzen für westliche Reporter. Die Forderungen erfolgten nach jüngsten Festnahmen von Journalisten im Land.
Der DJV kritisierte die Behandlung internationaler Korrespondenten durch Venezuela und verwies auf die vorübergehende Verhaftung von 14 Journalisten. Den Behörden zufolge sollen diese mit den USA kollaboriert haben – ein Vorwurf, den der Verband entschieden zurückwies.
Die Organisation verurteilte zudem die Abhängigkeit des Landes von staatlich kontrollierten Informationen. Sie argumentierte, dass ausländische Reporter die Möglichkeit erhalten müssten, die Lage in Venezuela selbst zu beurteilen, anstatt auf gefilterte Regierungsquellen oder Briefings des Pentagons angewiesen zu sein. Über die Grenzschließungen hinaus forderte der DJV ein Ende der "Hexenjagd" gegen kritische Stimmen. Sämtliche Zensurmaßnahmen müssten aufgehoben werden, damit Journalisten ohne Behinderungen oder Repressalien arbeiten könnten.
Die Erklärung des Verbandes unterstrich die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit in Venezuela. Ohne Zugang für ausländische Medien bleibe eine unabhängige Berichterstattung über die politische und soziale Situation des Landes stark eingeschränkt. Der DJV betonte, dass eine uneingeschränkte journalistische Arbeit für eine sachgerechte Berichterstattung unverzichtbar sei.






