Dortmunder Flughafen schreibt 2025 tiefrote Zahlen trotz Passagierplus
Lara WagnerDortmunder Flughafen schreibt 2025 tiefrote Zahlen trotz Passagierplus
Flughafen Dortmund verzeichnete 2025 ein schwieriges Geschäftsjahr mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro. Damit verschlechterte sich das Ergebnis deutlich im Vergleich zum Vorjahresverlust von 1,8 Millionen Euro – verursacht vor allem durch steigende Kosten und veränderte Flugbetriebskonzepte der Airlines.
Die finanziellen Probleme des Flughafens waren maßgeblich auf höhere Personalkosten zurückzuführen. Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Branchentarifabkommen trieben die Ausgaben spürbar in die Höhe. Trotz dieser Belastungen erholten sich die Passagierzahlen leicht und erreichten 2025 insgesamt 3,24 Millionen – ein Plus gegenüber den Pandemie-Tiefstwerten, allerdings wächst der Flughafen langsamer als kleinere Regionalflughäfen.
Der Rückzug von Ryanair, das zuvor 430.000 Reisende bedient hatte, traf den Flughafen hart. Dennoch gelang es, diesen Ausfall durch Zuwächse in anderen Bereichen auszugleichen. Auch Eurowings reduzierte sein Angebot, was 130.000 Passagiere betraf, doch die Nachfrage blieb insgesamt stabil. Die Umsätze stiegen auf 49,81 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stark von 5,1 Millionen auf rund 971.000 Euro einbrach.
Die endgültigen, geprüften Zahlen stehen noch aus. Der Flughafen rechnet damit, den vollständigen Geschäftsbericht im Juni vorzulegen, sobald die finanzielle Prüfung abgeschlossen ist.
Nun steht der Flughafen Dortmund vor der Herausforderung, die steigenden Kosten mit schwankender Passagiernachfrage in Einklang zu bringen. Die Bilanz 2025 zeigt sowohl Fortschritte bei der Erholung als auch anhaltende finanzielle Belastungen – die abschließende Prüfung wird das volle Ausmaß der bevorstehenden Aufgaben bestätigen.






