Dresdner Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft

Lotta Schulte
Lotta Schulte
2 Min.
Ein altes Dokument mit einer Zeichnung einer Stadtansicht, die die Belagerung von Dresden im Jahr 1803 zeigt, mit Text, der die Ereignisse der Belagerung beschreibt.Lotta Schulte

Zweiter Weltkrieg: Bombe in Dresden entschärft - Zünder vor Ort detoniert - Dresdner Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresdner Innenstadt erfolgreich entschärft

Nach einer zweistündigen, präzisen Operation ist eine im Dresdner Zentrum gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sicher unschädlich gemacht worden. Das Sprenggerät war in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke entdeckt worden und zwang die Polizei, rund 18.000 Anwohner im Umkreis von 1.000 Metern zu evakuieren. Die Behörden setzten einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein, um den Zünder zu entfernen, bevor sie ihn vor Ort kontrolliert sprengten.

Die Blindgänger wurde bei einer routinemäßigen Munitionssuche gefunden. Im Gegensatz zu anderen Kriegsbomben verfügte dieser Sprengkörper nur über einen einzigen Zünder, was die Entschärfung etwas weniger komplex machte. Allerdings war der Zünder selbst stark beschädigt und galt als zu instabil für eine manuelle Entschärfung.

Um das Risiko einer kontrollierten Sprengung des gesamten Sprengsatzes zu vermeiden, entschied sich das Kampmittelräumteam für eine präzise Methode: Mit einem Hochdruck-Wasserstrahlschneider trennte es vorsichtig den Zünder sowie den Bombenboden ab. Nach der Trennung blieb nur ein kleines Fragment des Zünders übrig, das die Fachleute anschließend vor Ort sprengten – der Rest der Bombe war damit unschädlich.

Wäre die Wasserstrahltechnik gescheitert, hätte als letzte Option nur die Sprengung der gesamten 250-Kilogramm-Bombe an Ort und Stelle in Frage gestanden. Der Erfolg der Aktion verhinderte weitere Beeinträchtigungen in der Region und ermöglichte den evakuierten Bewohnern die Rückkehr in ihre Häuser.

Mit der kontrollierten Zerstörung des Zünders endete ein hochriskanter Einsatz. Nach der erfolgreichen Entschärfung hoben die Behörden die Sperrzone auf und bestätigten, dass keine Verletzten oder Schäden zu verzeichnen waren. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Gefahren, die von noch immer in Deutschland vergrabenen Kriegsaltlasten ausgehen.