05 April 2026, 08:03

Drohmail gegen Rammstein-Coverband in Halle: Club hält trotz Hassnachricht am Konzert fest

Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten bei einer nächtlichen Demonstration auf einer Berliner Straße, mit Bäumen, Gebäuden, Laternen und Fahrrädern im Hintergrund.

Drohmail gegen Rammstein-Coverband in Halle: Club hält trotz Hassnachricht am Konzert fest

Geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle löst Streit aus – Drohmail gegen Veranstaltungsort

Ein für den 2. Mai 2026 geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband im Club Tante Manfred in Halle hat für Aufsehen gesorgt, nachdem die Location eine aggressive Drohmail erhalten hatte. In der mit extremer Sprache und Bedrohungen gefüllten Nachricht wurde die Absage der Veranstaltung gefordert. Die Clubleitung kündigte nun an, trotz des Drucks an dem Termin festzuhalten.

Die E-Mail stammte vom Aktionsbündnis Antifaschistische und Feministische Aktion Halle/Saale, das Rammstein und Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierten Tabubruch" vorwirft. Der Absender nutzte gewaltverherrlichende Parolen wie "TÖTET TILL!" und drohte mit unbestimmten Konsequenzen, sollte das Konzert stattfinden.

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Matthias Golinski, Betreiber des Tante Manfred, bestätigte, dass die Show wie geplant über die Bühne gehen werde. Er begründete die Entscheidung mit dem Schutz der künstlerischen Freiheit und des Ausdrucks. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Gruppe zuvor gegen ähnliche Veranstaltungen in der Region protestiert oder Aktionen durchgeführt hätte.

Das Konzert findet wie vorgesehen statt – der Club bleibt trotz der Drohungen standhaft. Der Konflikt spiegelt die Spannungen zwischen Meinungsfreiheit und aktivistischen Forderungen in der Halleschen Kulturszene wider. Weder weitere Stellungnahmen der Gruppe noch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wurden bisher bekannt gegeben.

Quelle