Eierknappheit in Sachsen: Leere Regale kurz vor den Feiertagen

Vogelgrippe führt zu Eierschmälerungen - Eierknappheit in Sachsen: Leere Regale kurz vor den Feiertagen
Eierknappheit trifft Sachsen kurz vor den Feiertagen – Supermarktregale bleiben leer
Kurz vor den Festtagen hat Sachsen mit Engpässen bei Eiern zu kämpfen, sodass in manchen Supermärkten die Regale leer bleiben. Ursache sind Ausbrüche der Vogelgrippe, die die Produktion sowohl vor Ort als auch in wichtigen Exportländern wie Polen und den Niederlanden beeinträchtigt haben.
Die Geflügelpest hat kommerzielle Bestände in ganz Europa getroffen, darunter auch einen großen Legehennenbetrieb bei Radeburg in Sachsen. Normalerweise deckt die regionale Produktion mit rund vier Millionen Hennen den Bedarf im Land. Doch das Virus hat die Erträge drastisch sinken lassen. Der Wiederaufbau der Bestände mit ausgewachsenen Jungtieren dauert Monate – eine schnelle Erholung ist daher nicht in Sicht.
Auch Polen und die Niederlande, zwei der wichtigsten Eierlieferanten für Deutschland, leiden unter schweren Ausbrüchen. Ihre Produktionsrückgänge verschärfen die Knappheit in Sachsen, wo in der Weihnachtszeit traditionell mehr Eier für Plätzchen und Festtagsdesserts nachgefragt werden. Einige Supermärkte meldeten während der Hauptkaufphase sogar vollständige Ausverkäufe. Der Sächsische Geflügelverband rechnet zwar mit einer leichten Entspannung im Januar, doch die Preise werden voraussichtlich um drei bis fünf Cent pro Ei steigen – eine Folge der gestiegenen Produktionskosten durch die anhaltende Krise.
Die Vogelgrippe hat die Eierversorgung in Sachsen durcheinandergebracht. Eine schrittweise Besserung der Lage ist zwar in Sicht, doch Verbraucher müssen sich auf höhere Preise einstellen, während sich die Produktion in den kommenden Wochen langsam erholt.

