17 April 2026, 22:03

Eklat im Bundestag: Merz verbindet Gewalt gegen Frauen mit Migration und löst Streit aus

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen

Eklat im Bundestag: Merz verbindet Gewalt gegen Frauen mit Migration und löst Streit aus

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch warf Merz vor, während der Sitzung Migranten pauschal an den Pranger zu stellen. Der Wortwechsel ereignete sich im Rahmen einer Diskussion über die zunehmenden Angriffe – sowohl körperlicher als auch digitaler Natur.

Während der Regierungsbefragung verurteilte Merz die jüngste Welle von Gewalt gegen Frauen. Er behauptete, ein erheblicher Teil dieser Straftaten werde von Immigranten verübt. Seine Äußerungen stießen bei Abgeordneten der Opposition umgehend auf scharfe Kritik.

Miersch konterte entschlossen und bezeichnete Merzs Fokus auf Migranten als unangemessen. Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht auf eine bestimmte Nationalität oder Religion beschränke, argumentierte er. Der SPD-Politiker betonte, Opfer verdienten Schutz – unabhängig von der Herkunft der Täter.

Zudem warnte Miersch davor, die Debatte auf eine einzelne Gruppe zu verengen. Lösungsansätze müssten alle Formen von Gewalt bekämpfen, nicht nur solche mit Migrationshintergrund, insistierte er. Die Diskussion offenbarten tiefe Gräben darüber, wie das Problem wirksam angegangen werden kann.

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Der Eklat im Bundestag unterstrich die Spannungen über die Ursachen von Gewalt gegen Frauen. Während Merz die Problematik mit Migration verknüpfte, plädierte Miersch für einen umfassenderen Ansatz. Die Debatte bleibt ungelöst – die Abgeordneten sind uneins, wie den steigenden Angriffen begegnet werden soll.

Quelle